Larson-Nomogramm

Das Larson-Nomogramm ist ein zweidimensionales Diagramm der Binomialverteilung. In diesem Nomogramm lassen sich die Werte der Verteilungsfunktion (dies ist die Wahrscheinlichkeitssumme) auf graphischem Weg näherungsweise ermitteln.

Larson-Nomogramm für die Verteilungsfunktion G oder kumulierte Wahrscheinlichkeit als Funktion von Stichprobenumfang n, Anzahl fehlerhafter Einheiten in der Stichprobe x und Anteil fehlerhafter Einheiten in der Grundgesamtheit p

Name

Das Larson-Nomogramm ist benannt nach Harry R. Larson, der dieses Nomogramm unter dem Titel „A nomograph of the cumulative binomial distribution“ im Dezember 1966 in der Industrial Quality Control veröffentlichte.

Praktische Bedeutung

Die wichtigsten Anwendungen des Larson-Nomogramms liegen nicht in der Mathematik oder Naturwissenschaft, sondern in der Qualitätssicherung. Vor allem in der industriellen Serienproduktion stellt das Larson-Nomogramm ein wichtiges Hilfsmittel zur Beurteilung der Qualitätslage, für die Stichprobentechnik und für Qualitätsregelkarten dar. Weniger bekannt ist, dass sich mit dem Larson-Nomogramm auch Aussagen über Verwaltungs- und Dienstleistungsprozesse herleiten lassen.

Vor- und Nachteile

Der Vorteil des Larson-Nomogramms besteht darin, dass man zu seiner Benutzung kein Mathematiker sein muss, man muss auch keine besonderen theoretischen Kenntnisse der Statistik besitzen. Nur mit dem auf Papier gedruckten Nomogramm (oder einer Fotokopie) plus Bleistift und Lineal lassen sich sehr leicht in wenigen Sekunden Ergebnisse erzielen. Ein kleiner Nachteil besteht darin, dass die Ergebnisse nur eine näherungsweise Genauigkeit haben – die geringen Abweichungen von den mathematisch exakten Werten haben aber für die Praxis meistens keine Bedeutung.

Alternativen

Formelzeichen im Larson-Nomogramm

Die in der Qualitätssicherung verwendeten Formelzeichen unterscheiden sich teilweise von den Formelzeichen in mathematischen Fachbüchern. In der Qualitätssicherung ist die folgende Schreibweise üblich:

Funktionsweise in der Theorie

Die Zahlen x und n bilden im Liniennetz des Larson-Nomogramms einen Schnittpunkt. Dieser Schnittpunkt liegt auf einer geraden Linie zwischen dem p-Wert auf der linken Skala und dem G-Wert auf der rechten Skala. Es müssen also von den vier Werten (Zahlen) G, x, n und p nur drei bekannt sein, dann kann man durch das Einzeichnen einer Linie den fehlenden Wert (Zahl) ermitteln.

Funktionsweise in der Praxis

Man nehme