
Laser Communication Terminal (LCT), deutsch Laser-Datenübertragungsstation, ist eine Einrichtung, um Signale mittels Licht über weite Strecken zu übertragen; ähnlich Mikrowellen-Richtfunkstrecken. Die Frequenz von Licht und damit auch die maximal mögliche Datenübertragungsrate ist weit höher als bei Mikrowellen. Wegen der hohen möglichen Strahlungsbündelung eines Lasers genügt eine geringe Strahlungsenergie für die Datenübertragung über lange Strecken. Andererseits werden hohe Anforderungen an die Ausrichtung vom Sender auf den Empfänger gestellt.
Beispiele für die experimentelle Verifizierung der optischen Freiraumkommunikation mit LCTs:
Anders als bei Verbindungen zwischen Satelliten (englisch intersatellite link) hängt die Datenübermittlung zwischen Satellit und Bodenstation sowie bei Verbindungen zwischen Stationen in der Erdatmosphäre vom Wetter und den Atmosphärenbedingungen ab. Wolken können die Kommunikation blockieren. Optimal sind Bodenstationen in ariden Gebieten, auf Bergen oberhalb der Wolkenbildung oder auf Flugträgern.
Bei LCTs gibt es prinzipiell zwei Modulationsverfahren um die digitale Nachricht auf den Laserstrahl zu modulieren. Bei der Phasenmodulation (phase shift keying, PSK) wird die Information durch Änderung der Phase des Laserstrahles aufmoduliert. Bei der Intensitätsmodulation (englisch binary on off keying, OOK) werden binäre Daten durch Ein- und Ausschalten der Laserquelle dargestellt. Dieses Verfahren wird auch in der terrestrischen Glasfaserkommunikation eingesetzt (z. B. Ethernetübertragung über Lichtwellenleiter: 100BASE-FX oder 10GBASE-ER). Die meist verwendete Wellenlänge sowohl in der Glasfaser als auch in der optischen Freiraumkommunikation mit LCTs ist 1550 nm, da bei dieser Wellenlänge sowohl in der Glasfaser als auch in der Erdatmosphäre die Signaldämpfung gering ist. Die große Verbreitung der 1550 nm-OOK-Technologie bringt den Vorteil, dass kommerziell sehr viele günstige, aber auch hochwertige Komponenten (z. B. Sender, Verstärker, Empfänger, …) vorhanden sind. Ein weiterer Vorteil dieser Technologie ist es, dass das OOK-Modulationsformat unempfindlich gegen Phasenstörungen ist. Phasenstörungen im optischen Signal können bei der Signalübertragung durch die Atmosphäre vorkommen (bei Satelliten-Boden-Links sowie bei inneratmosphärischen Links). Diese Phasenstörungen machen die Anwendung von eigentlich empfindlicheren Phasenmodulationsverfahren in der Atmosphäre nahezu unmöglich. Aus diesem Grund beschäftigt sich die International Telecommunication Union (ITU) in ihren Standardisierungsgremien (ITU-R) auch nur mit der OOK-Technologie für die optische Freiraumkommunikation mit LCTs (Beispiele sind die Recommendations ITU-R P.1621, P.1622, P.1814 und P.1817). Trotzdem wird auch die OOK-Modulation durch die Atmosphäre gestört. Propagiert ein optischer Strahl durch die Atmosphäre, so kommt es zu Intensitätsschwankungen. Dies kann beispielsweise beim Flimmern der Sterne beobachtet werden. Da bei OOK die Information durch Intensitätsänderung (Ein- / Ausschalten der Quelle) dargestellt wird, führt diese zusätzliche Intensitätsschwankung, verursacht durch die Atmosphäre, zur Störung des übertragenen optischen Signals. Dieser Effekt wird als Fading oder Schwund bezeichnet.
In einem Laserstrahl mit konstanter Wellenlänge können mehrere Kanäle parallel realisiert werden. Die Kanäle können über unterschiedliche, raumfeste Polarisationsebenen voneinander getrennt werden (spin angular momentum, SAM) oder über Polarisationsebenen, die mit unterschiedlichen Drehimpulsen rotieren. Bei der ersten Methode hat jeder Kanal eine eigene, raumfeste Polarisationsebene. Bei der zweiten Methode hat jeder Kanal einen eigenen Drehimpuls, mit dem seine Polarisationsebene rotiert.