Ein Lasermikrometer als besondere Bauform eines Laserscanners dient dazu, den Durchmesser von relativ kleinen Gegenständen (mm-Bruchteile bis zu einigen Zentimetern) zu bestimmen. Anders als beispielsweise bei der Bügelmessschraube können so Durchmesser auf wenige Mikrometer genau gemessen werden.
Der Lasermikrometer besteht aus einer Sender- und einer Empfänger-Seite. Bei der üblichen Bauweise trifft der Laserstrahl der Senderseite zuerst auf einen rotierenden Spiegel, wo er aufgefächert wird. Eine Kollimator-Linse, macht daraus einen Lichtvorhang aus nahezu parallel laufenden Laserstrahlen. Das Messobjekt muss sich an einer vorgegebenen Stelle im Strahlengang befinden, um exakte Messergebnisse zu erhalten. In der Regel darf das Messobjekt nicht durchsichtig sein. Der Strahl tastet den gesamten Messquerschnitt ab und wird durch den Prüfling unterbrochen. Ein Objektiv fokussiert die parallelen Laserstrahlen auf eine Fotodiode. Im zeitlichen Verlauf heißt das, dass das Messobjekt für eine bestimmte Zeit einen Schatten liefert. Diese Zeit wird nun vom Prozessor in einen Durchmesser umgewandelt. Aus 100 bis zu 1500 Messwerten je Sekunde wird ein Mittelwert errechnet. Dies verhindert, das störende Einflüsse (Luftströmungen, Staubteilchen, Fremdlicht etc.) des einzelnen Messwerts das Ergebnis stören. Der Messwert wird in der Regel digital angezeigt. Er kann bei Bedarf in einen Rechner zur Weiterverarbeitung eingelesen werden.
Anstelle einer Fotodiode mit Sammellinse kann auch ein abbildendes Objektiv und eine Zeilenkamera auf der Empfängerseite verwendet werden.
Verschiebt man das Messobjekt entlang der Längsachse oder rotiert es um diese während der Messung kann nicht nur der Durchmesser, sondern auch andere geometrische Parameter wie Rundheit, Zylindrizität oder Schlag sowie eine Verjüngung gemessen werden.
Lasermikrometer werden in unterschiedlichsten Branchen und Bereichen genutzt (Auswahl):