
Franz Josef Laubenberger (* 8. November 1917 in Freiburg im Breisgau; † 26. Dezember 1993 ebenda) war ein deutscher Historiker und Archivar und zuletzt Leiter des Stadtarchivs Freiburg.
Laubenbergers Vater Franz Laubenberger war Volksschullehrer in Reiselfingen im Bezirksamt Bonndorf. Aufgewachsen im bäuerlichen Umfeld Südbadens legte er 1937 am Rotteck-Gymnasium in Freiburg das Abitur ab. Nach Teilnahme am Zweiten Weltkrieg und Flucht aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft in Jugoslawien nahm er das Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Germanistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg auf. Wirtschaftliche Schwierigkeiten, hervorgerufen durch den frühen Tod der Eltern, unterbrachen seine Studien zeitweilig. Mit einer Arbeit über „Bismarck im Spiegel der Berichte und Korrespondenzen französischer Diplomaten“ wurde er 1956 an der Universität Graz zum Dr. phil. promoviert. Anschließend absolvierte er die Fachausbildung als Archivar an der Archivschule in München. Ab 1959 war Laubenberger beim Stadtarchiv in Freiburg beschäftigt. Von 1978 bis 1982 war er dessen Direktor.
Laubenbergers Forschungsschwerpunkte lagen auf dem Gebiet der Geschichte der Stadt Freiburg und des Breisgaus sowie in der badischen Geschichte im Allgemeinen. Überregionale Aufmerksamkeit erhielt er durch seine Forschungen über den Freiburger Kartographen Martin Waldseemüller und den elsässischen Humanisten Matthias Ringmann. Er war Mitglied im Ausschuss des Breisgau-Geschichtsvereins Schau-ins-Land und langjähriger Präsident des Landesvereins Badische Heimat.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Laubenberger, Franz |
| ALTERNATIVNAMEN | Laubenberger, Franz Josef |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Archivar, Leiter des Stadtarchivs Freiburg |
| GEBURTSDATUM | 8. November 1917 |
| GEBURTSORT | Freiburg im Breisgau |
| STERBEDATUM | 26. Dezember 1993 |
| STERBEORT | Freiburg im Breisgau |