Laure Dupraz (* 16. Juni 1896 in Genf; † 26. Oktober 1967 in Freiburg im Üechtland) war eine Schweizer Pädagogin und die erste Frau, die in der Romandie zur ordentlichen Professorin ernannt wurde. Sie setzte sich insbesondere für die Bildung von Mädchen und jungen Frauen ein.

Laure Dupraz wurde in Genf als Tochter freiburgischer Eltern geboren. Mit knapp 15 Jahren verliess sie ihr Zuhause, um in Freiburg zu studieren. Die Familie war dort immer noch sehr verwurzelt.
Laure Dupraz erwarb nacheinander ein Lehrerdiplom, ein Lizentiat in Mathematik und 1932 einen Doktortitel in Philosophie an der Universität Freiburg.
Ab 1933 war sie Direktorin der Sekundarschule für Mädchen in Freiburg. 1942 ernannte sie der Freiburger Staatsrat zur ausserordentlichen und 1948 zur ordentlichen Professorin für Pädagogik an der Universität Freiburg, wo sie auch Co-Direktorin des Instituts für Pädagogik war. 1949 wurde sie an der gleichen Universität Dekanin der Philosophischen Fakultät.
Laure Dupraz setzte sich ein für die Bildung, insbesondere jene der Mädchen und jungen Frauen. Als Pädagogin schrieb sie mehrere Beiträge über die christliche Mädchenerziehung, die Pfadfinderei und einige Freiburger Pädagogen wie Grégoire Girard, Eugène Dévaud und Tobie-Raphaël Horner. Sie leitete auch die Schweizerische Nationalkommission bei der UNESCO und war Mitglied der Weltunion katholischer Frauenverbände.
Laure Dupraz war die erste ordentliche Universitätsprofessorin in der Romandie und eine der ersten weiblichen Dekane an einer Schweizer Universität.

Seit der Einweihung der Laure-Dupraz-Gasse hat nun auch die einzige Mieterin an diesem Gässchen eine eigene Adresse: Bibel+Orient Museum, Ruelle Laure-Dupraz 1, 1700 Freiburg, Schweiz.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dupraz, Laure |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Pädagogin, Professorin |
| GEBURTSDATUM | 16. Juni 1896 |
| GEBURTSORT | Genf |
| STERBEDATUM | 26. Oktober 1967 |
| STERBEORT | Freiburg |