Laurentius Toppeltinus

Laurentius Toppeltinus (auch: Lorenz Töppelt; * 1641 in Mediasch; † 23. April 1670 in Kronstadt) war ein siebenbürgischer Jurist und Landeshistoriker.

Leben

Lorenz Töppelt wurde in Mediasch (ungarisch: Medgyes) geboren. Er besuchte die von Gabriel Bethlen gegründete Akademie in Weißenburg, wurde 1661 von der Universität Altdorf promoviert mit der Arbeit Differentiae atqve convenientiae juris civilis et juris municipalis Saxonum in Transsylvania und studierte 1662 und 1663 Rechtswissenschaft in Padua. Er hielt sich 1663 in Rom auf und wirkte 1665 in Kronstadt. Als Reisebegleiter von Tobias Fleischer, Sohn des Bürgermeisters Andreas Fleischer, ließ er 1667 in Lyon seine Geschichte Siebenbürgens drucken und erwarb den Doktorgrad in Orléans. 1668 war er zurück in Siebenbürgen. Dann kam es zwischen ihm und Tobias Fleischer zu einem Zwist, in dessen Verlauf er in Weißenburg festgesetzt wurde. Er kam wieder frei, heiratete in Kronstadt und starb dort 1670 unter ungeklärten Umständen. Sein Nachlass kam in die Hände der Jesuiten.

Seine frühe Geschichte Siebenbürgens unter dem Titel Origines et Occasus Transsylvanorum wurde erst durch den Nachdruck von 1762 bekannt und diente vor allem Lorenzo Hervás y Panduro für seinen Catálogo de las lenguas de las naciones conocidas von 1802 als wichtige Quelle.

Veröffentlichungen

Literatur

Wikisource: Scriptor:Laurentius Toppeltinus – Quellen und Volltexte (Latein)

Einzelnachweise

  1. ↑ Coseriu 2022, S. 49
Personendaten
NAME Toppeltinus, Laurentius
ALTERNATIVNAMEN Töppelt, Lorenz
KURZBESCHREIBUNG siebenbürgischer Jurist und Landeshistoriker
GEBURTSDATUM 1641
GEBURTSORT Mediasch
STERBEDATUM 23. April 1670
STERBEORT Kronstadt