
Lauri Arvi Viita (* 17. Dezember 1916 in Pirkkala/Pirkanmaa; † 22. Dezember 1965 in Helsinki) war ein finnischer Schriftsteller.
Viita war das siebente und jüngste Kind eines Tischlers. Er besuchte in den 1920er Jahren die Volksschule in Pispala und wechselte anschließend an das Klassische Lyzeum von Tampere, verließ dieses jedoch 1933 und arbeitete wie sein Vater als Tischler. 1939 bis 1940 nahm er am Winterkrieg zwischen Finnland und der Sowjetunion teil, ebenso als Fernmelder am Fortsetzungskrieg von 1941 bis 1944.
Nachdem er schon in seiner Gymnasialzeit begonnen hatte zu schreiben, erschien 1947 als sein erstes Werk der Gedichtband Betonimylläri. Nach einer Märchensammlung veröffentlichte er 1950 den Roman Moreeni, der sein bekanntestes Werk ist und nach dem Erscheinen ins Deutsche (Ein einzelner Weiser ist immer ein Narr), Schwedische, Polnische, Russische und Ungarische und später auch ins Englische übersetzt wurde. Es folgten in den 1960er Jahren zwei weitere Gedichtbände sowie der Roman Entäs sitten, Leevi. Dieser war als erster Band einer Trilogie geplant, die unvollendet blieb, da Viita im Dezember 1965 nach einem Verkehrsunfall bei Mäntsälä in Helsinki verstarb.
Viita war dreimal verheiratet, in zweiter Ehe von 1948 bis 1956 mit der Schriftstellerin und Übersetzerin Aila Meriluoto. Diese veröffentlichte 1974 die Biographie Lauri Viita: Legenda jo eläessään, in der sie auch Viitas psychische Probleme reflektierte, die mehrfach zu Einweisungen in Kliniken geführt hatten. Das Buch wurde 2009 unter dem Titel Putoavia Enkeleitä (Gefallene Engel) verfilmt. Eeva Kontu komponierte anlässlich seines 100. Geburtstages das Musical Viita 1949.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Viita, Lauri |
| ALTERNATIVNAMEN | Viita, Lauri Arvi (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | finnischer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 17. Dezember 1916 |
| GEBURTSORT | Pirkkala/Pirkanmaa |
| STERBEDATUM | 22. Dezember 1965 |
| STERBEORT | Helsinki |