
Lawin Locker ist der Produktname für einen mobilen oder an einem Ort dauerhaft eingerichteten pyrotechnischen geschützähnlichen Werfer zur künstlichen Lawinenauslösung durch einen pyrotechnischen Wirkkörper.
Die Werfer werden in verschiedenen Ausführungen und Wurfweiten angeboten:
Es werden zwei Typen von pyrotechnischen Wirkkörpern gebaut: LaLoc Bom und Ballista. Die Geschosse sind zylindrische Kartonhülsen, in denen sich pyrotechnische Flammzünder befinden. Die herstellereigene Mischung pyrotechnischer Substanzen wird mittels Treibladung in das Anrissgebiet geworfen und dort mittels Zeitzünder gezündet.
Die Gesamtwirkstoffe der pyrotechnischen Ladung wiegt zwischen 1100 und 1300 Gramm pro Geschoss. Alle darin enthaltenen Substanzen sollen bei Kontakt mit Feuchtigkeit ungefährlich werden (verringerte Gefahr durch Blindgänger). Je nach erforderlicher Reichweite können die Geschosse mit hinteren Stabilisatoren ausgerüstet sein.
Das pyrotechnische Geschoss zündet oberhalb, auf oder unter der Schneedecke und wird der mögliche Detonationsdruck des pyrotechnischen Wirkstoffes nur dann voll ausgeschöpft, wenn die Zündung oberhalb von 0,5 bis 3 Meter über der Schneedecke erfolgt.
Vorteile des Systems sind:
Nachteile des Systems sind:
Der Lawin Locker wird direkt von einer Person vor Ort bedient. Der Zugang zum Abschussort muss lawinensicher sein und einen Fluchtweg gewährleisten. Zur Bedienung des Gerätes ist nach den nationalen Vorschriften unter Umständen eine Ausbildung zum Pyrotechniker erforderlich (z. B. in Italien).
Gezündet wird die Treibladung jeweils elektrisch. Die Ladung ist für die Bergung von Versagern mit einem RECCO-Streifen ausgestattet und weitestgehend biologisch abbaubar.
Ob die Detonation und der Sprengerfolg eingetreten ist, wird mit einer Sichtkontrolle und vorab händische Dokumentation, aufgezeichnet.