Lea Gasser

Lea Gasser (* 1992 in Zürich) ist eine Schweizer Jazz- und Improvisationsmusikerin (Akkordeon, Komposition).

Leben und Wirken

Gasser wuchs in Zürich auf und lernte als Kind klassisches Akkordeon. Bis zum Bachelorabschluss studierte sie an der Hochschule der Künste Bern klassisches Akkordeon bei Teodoro Anzellotti; während dieses Studiums entdeckte sie die freie Improvisation, für die sie sich begeisterte. Von 2019 bis 2021 absolvierte sie an der Haute École de Musique de Lausanne den Master-Studiengang Jazz.

2020 gründete Gasser ihr Quintett mit Samuel Urscheler, Mirko Maia, Emilio Giavanoli und Romain Ballarini; sie legte damit die Eigenproduktion «L’heure bleue» (2022) vor. Ihr Quintett wurde 2024 für Suisse Diagonales Jazz ausgewählt und gewann im selben Jahr den ZKB Jazzpreis. Wiederum mit ihrem Quintett erschien im Herbst 2025 ihr zweites Album «Circles», dessen Kompositionen in Island entstanden, auf dem Label Neuklang. Im Rahmen einer Carte Blanche Einladung im Bee-flat Bern 2025 kreiert die Musikerin ein neues Solo-Projekt, in welchem sie mit Akkordeon, elektronischen Effekten und Stimme vielschichtige Klangwelten kreiert. Eine erste Solo-CD ist für Februar 2027 geplant, in Zusammenarbeit mit Ronin Rhythm Records. Zudem ruft sie die neue Band Lea Gasser Low Drift ins Leben und holt dafür Kristina Brunner am Cello, Björn Meyer am E-Bass und der Bass-Mandola und Sha an der Bassklarinette mit ins Boot.

Gasser spielte 2019–2026 im Trio mit dem Bassisten Thomas Dürst und der Sängerin Sibyl Hofstetter («Other Songs», 2021, «Plötzlich ging die Sonne aus», 2023), arbeitete aber auch als Theatermusikerin. Als Teil des Duos «Oxeon» (2020–2025) veröffentlichte sie 2023 das Album «Somewhere Far» (SONNA Records/ANUK Label), welches 2024 für den niederländischen Musikpreis Edison Klassiek nominiert wurde. Weiterhin ist sie mit Mirjam Hässig, Marc Stucki, Johanna Pärli und Christoph Steiner Gründungsmitglied und Co-Leaderin des Improvisations-Quintetts The Optics («The Optics», 2023). Sie war zudem mit dem Tzupati Orchestra («Half a Dozen», 2023) zu hören.

Einzelnachweise

  1. ↑ Sarah Chaksad und Lea Gasser. In: Migros-Engagement, abgerufen am 27. Januar 2026.
  2. 1 2 3 Rudolf Amstutz: Lea Gasser: Alles im Fluss. In: Jazz’n’more. Januar 2025, S. 14–16 (leagasser.ch [PDF]).
  3. ↑ Christof Thurnherr: Lea Gasser – Die Erkundung neuer Welten. In: Jazz’n’more. 2022, S. 30 (leagasser.ch [PDF]).
  4. ↑ Annina Salis: Island inspiriert Lea Gasser, JazznoJazz & RIP Jack DeJohnette. In: SRF. 28. Oktober 2025, abgerufen am 26. Januar 2026.
  5. ↑ Rolf Thomas: Lea Gasser 5tet Circles. In: Jazz thing. 19. Januar 2026, abgerufen am 26. Januar 2026.
  6. ↑ Bio. Abgerufen am 13. September 2026.
  7. ↑ Podium onthult alle genomineerden voor Edison Klassiek 2024. In: npoklassiek.nl. 2024, abgerufen am 26. Januar 2026 (niederländisch).
Personendaten
NAME Gasser, Lea
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Jazz- und Improvisationsmusikerin (Akkordeon, Komposition)
GEBURTSDATUM 1992
GEBURTSORT Zürich