Lebensschutz

Lebensschutz wurde, zusammen mit den Begriffen Biophylaxe und Bioprotektion, vor allem in den 1960er und 1970er Jahren von einzelnen Gruppen der Umweltschutzbewegung als Oberbegriff für die Gesamtheit aller Schutzmaßnahmen zur Erhaltung der Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen verwendet. Lebensschutz in diesem Zusammenhang umfasste alle Bereiche des Naturschutzes und Umweltschutzes.

Begriff

Die Bedeutung als Oberbegriff für die Gesamtheit aller Schutzmaßnahmen zur Erhaltung der Lebensgrundlagen führte zur Gründung eines Weltbund zum Schutz des Lebens im Jahre 1960. Die wissenschaftliche Begründung findet sich z. B. in der Veröffentlichung von Herbert Bruns, Institut für Biologie, Umwelt und Lebensschutz, Schlangenbad, aus dem Jahr 1962. „Lebensschutz“ wie auch „Biopolitik“ (zusammenfassender Oberbegriff für Gesundheits-, Umwelt- und Überlebenspolitik) sind nach Bruns „Zweige der angewandte Biologie und damit auch Teilgebiet der Biologie“.

Der Begriff wurde später auch von anderen aufgegriffen:

Aufgrund dieser Konzeption kam es auch zur Benennung von Vereinigungen:

Einzelnachweise

  1. ↑ „seit den 1960er-Jahren, Biophylaxe und Bioprotektion, Naturschutz und Umweltschutz“ nach Meyers Lexikon online, Stand 20. Juli 2009
  2. ↑ Bruns, Herbert, Lebensschutz oder Bioprotektion als Integration von Menschen-, Tier-, Pflanzen-, Natur- und Landschaftsschutz. Wissenschaftliche Begründung und praktische Forderungen zur Erhaltung und Schaffung gesunder Lebensgrundlagen des Menschen, der Tiere und der Pflanzen, Biologische Abhandlungen aus dem Institut für Biologie und Lebensschutz. Heft 32–33, Biologie-Verlag, Wiesbaden 1969.
  3. ↑ In: Glaube und Tat 1966, S. 273–275
  4. ↑ In: „Lebensschutz als Aufgabe Gewaltfreier Aktion“, in der Zeitschrift Das Leben Nr. 12/1973
  5. ↑ nach Herbert Bruns, in Vorwort von Biologische Abhandlungen 53–54 Wiesbaden 1977
  6. ↑ Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Hannover 2004 und 2006