
Lechner & Lechner Architects ist ein Architekturbüro in Salzburg, Österreich, das sowohl in Innenarchitektur als auch in Großprojekten tätig ist. Seit 2015 lautet der offizielle Firmenname Lechner - Lechner - Lechner ZT GmbH.
Lechner & Lechner Architects wurde 1987 von den Architekten Christine und Horst Lechner († 2014) unter dem Namen Lechner & Lechner gegründet. Neben Bauten in Österreich realisierte das Team von 1996 bis 1997 Projekte in Südkorea. Johannes Schallhammer ergänzte das Team bei Großprojekten seit 2000 als ARGE Partner. Lechner – Lechner – Schalhammer realisierten Projekte in Deutschland und von 2006 bis 2009 Hotelprojekte in Dubai und Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. 2015 wurde das Büro nach dem Tod von Horst Lechner neugegründet und ist nun das gemeinsame Architekturbüro von Christine Lechner und ihren Söhnen Horst Lechner (* 1991) und Paul Lechner.
Nach der Bürogründung sorgte das Ladenbausystem „Change“ für erste Erfolge. Es wurde 1987 vom österreichischen Institut für Formgebung mit der Designauszeichnung „Ausgewählt“ prämiert und in zwei Salzburger Geschäften umgesetzt (Festung Hohensalzburg und Kieselgebäude).
Das 1993 errichtete Atriumhaus in Kuchl wurde 1996 im Zuge der Publikation „M1:33, innovative austrian architecture“, von Ramesh Kumar Biswas, in den Räumlichkeiten des österreichischen Parlaments ausgestellt. Für seine Rolle als Pionierprojekt des stringenten Holzbaues wurde das Bauwerk in Fachpublikationen veröffentlicht. In den 90er Jahren wurden Messestände und Designs des Getränkekonzernes Red Bull gestaltet. Auch das Szenelokal „Carpe Diem“ in der Salzburger Getreidegasse wurde von den Lechners gestaltet.
Das Ehepaar Lechner plante, baute und bewohnte gemeinsam das Wohn- und Atelierhaus Lechner im UNESCO-Welterbe-Ensemble der Salzburger Altstadt. Obwohl nicht dafür eingereicht, gewann das Gebäude 2010 den Architekturpreis des Landes Salzburg, da die Fachjury von ihrer in den Statuten des Architekturpreises festgelegten Option, ein nicht zur Begutachtung eingereichtes Projekt zu prämieren, Gebrauch machte.

Für mediales Interesse und kontroverse Diskussionen vor der Baustelle sorgte die amorph geformte Wohnskulptur im Salzburger Stadtteil Leopoldskron. Dem von den Lechners „Skulptur in der Landschaft“ – von Kritikern „Ufo-Haus“ – genanntem Experimentalbau in exponierter Lage wurde vorgeworfen, das herkömmliche Bild von Häusern zu sprengen. Einer vom Meinungsforschungsinstitut IMAS nach der Enthüllung des Baukörpers durchgeführten Umfrage zufolge entzweite die ungewohnte Form die Passanten, die mit Befremden, aber auch mit Staunen reagierten.
Im Juni 2013 wurde anlässlich des 175-jährigen Firmenjubiläums des Baustoffherstellers „Leube“ der nach Plänen Christine und Horst Lechners angelegte „Leube Skulpturenweg“ in St. Leonhard bei Salzburg eröffnet. Der Skulpturenweg wurde als Denkmal für den Firmengründer Gustav Ernst Leube errichtet.
Im Jahr 2023 wurde der „Bierbrunnen“ in Salzburg fertiggestellt. Für die Verbreiterung der Münchner Bundesstraße mussten zwei der drei Bestandsbauten auf dem Areal abgebrochen werden, darunter das ehemalige Gasthaus „Bierbrunnen“ an der Kreuzung zum Forellenweg. Das dritte Gebäude wurde in den Neubau integriert. Der Erhalt und Überbauung des Bestandes am Forellenweg ist eine konzeptionelle Besonderheit. Das Gebäude wurde erhalten, um zusätzlichen CO2-Ausstoß, Energie- und Ressourcenverbrauch zu vermeiden. Es wurde auf eine „Behübschung“ des Bestandes von 2004 verzichtet, sodass dieser auch weiterhin deutlich erkennbar ist.
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