
Leida Tigane (* 8. Maijul. / 21. Mai 1908greg. in Tartu; † 13. Februar 1983 in Tallinn) war eine estnische Schriftstellerin.
Leida Tigane kam als Handwerkerstochter in Tartu zur Welt und ging dort auch zur Schule. Nach ihrem Abitur (1927) arbeitete sie bis 1936 in einer Druckerei. Anschließend redigierte sie die Kinderzeitschrift Päike ('Sonne') von 1937 bis 1938. Danach war sie im Verlagswesen tätig. Nach dem Krieg arbeitete sie kurzzeitig bei der Zeitung Postimees. Von 1946 bis 1965 war sie stellvertretende Chefredakteurin bei der kulturellen Wochenzeitung Sirp ja Vasar ('Hammer und Sichel') in Tallinn.
Tigane war seit 1945 Mitglied des Estnischen Schriftstellerverbandes und ist auf dem Tallinner Waldfriedhof begraben. Die Schriftstellerin Aino Tigane war ihre jüngere Schwester.
Leida Tigane veröffentlichte 1928 ihre ersten Kindergeschichten und konnte durch Vermittlung von Mait Metsanurk 1935 ihren ersten Roman veröffentlichen. Insgesamt hat sie in den 1930er-Jahren vier Romane veröffentlicht, die als verhältnismäßig „leichte Lektüre die Gegenwart parodierten“. Auch von der zeitgenössischen Kritik wurden ihre Romane bisweilen der „Unterhaltungsliteratur“ zugeordnet.
Größere Bekanntheit hat die Autorin mit ihrer Kinderliteratur erlangt. Neben ihren Büchern hat sie zahlreiche Geschichten in Zeitschriften publiziert. Ihre Erzählungen sind oft humorvoll und lehrreich, ohne belehrend zu wirken. Außerdem hat Leida Tigane auch Schauspiele für Kinder verfasst.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Tigane, Leida |
| KURZBESCHREIBUNG | estnische Schriftstellerin |
| GEBURTSDATUM | 21. Mai 1908 |
| GEBURTSORT | Tartu |
| STERBEDATUM | 13. Februar 1983 |
| STERBEORT | Tallinn |