Lena Funcke (geboren 1994 oder 1995) ist eine deutsche Teilchenphysikerin. Sie ist Juniorprofessorin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 2025 erhielt sie den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis.
Lena Funcke absolvierte ihr Abitur mit 17 Jahren und parallel dazu ein Juniorstudium. 2014 schloss sie das anschließende Physikstudium an der Universität Münster mit einem Bachelor of Science ab. 2015 erwarb sie den Master of Advanced Studies in Physik an der University of Cambridge. Im Jahr 2018 promovierte sie im Alter von 23 Jahren am Max-Planck-Institut für Physik und der LMU München. Ihr Doktorvater war Georgi Dvali. Der Titel ihrer Doktorarbeit lautet How Gravity Shapes the Low-Energy Frontier of Particle Physics: Neutrino Masses and the Domestic Axion. Für diese Arbeit erhielt sie den Dieter-Rampacher-Preis der Max-Planck-Gesellschaft sowie den Arnold-Sommerfeld-Promotionspreis der LMU München.
Nach ihrer Promotion war sie vier Jahre lang als Postdoc tätig, zunächst am Perimeter Institute for Theoretical Physics in Waterloo in Kanada und anschließend am Massachusetts Institute of Technology (MIT).
Seit 2023 ist Lena Funcke ist Clausius-Professorin für Computergestützte Quantenfeldtheorie an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Diese Forschungsprofessur gehört zum transdisziplinären Forschungsbereich „Bausteine der Materie und fundamentale Wechselwirkungen“ der Universität Bonn. Lena Funcke arbeitet in enger Zusammenarbeit mit Forschenden aus der theoretischen und experimentellen Physik, der Mathematik und Informatik. Sie befasst sich mit der Entwicklung theoretischer und computergestützter Methoden zur Untersuchung stark gekoppelter Quantenfeldtheorien. Im Fokus steht die Entwicklung neuer Algorithmen auf der Basis von Gitterfeldtheorie, Tensor-Netzwerken, Deep Learning and Quantencomputing mit Anwendungen in der Teilchen- und Festkörperphysik.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Funcke, Lena |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Teilchenphysikerin |
| GEBURTSDATUM | 1994 oder 1995 |