Der Leninpreis (russisch Ле́нинская пре́мия Leninskaja premija) war eine staatliche Auszeichnung der Sowjetunion, die von 1925 bis 1935 sowie von 1957 bis 1991 vergeben wurde und nach Wladimir Iljitsch Lenin benannt war.
Der in drei Stufen vergebene Leninpreis wurde am 23. Juni 1925 gestiftet und bis 1935 als höchste zivile Auszeichnung der Sowjetunion verliehen, um herausragende Leistungen auf wissenschaftlichem, literarischem, künstlerischem oder musikalischem Gebiet zu würdigen. Zur Verleihung des Leninpreises gehörten eine tragbare Medaille, eine Urkunde und eine Geldzuwendung.
1939 wurde als neue höchste zivile Auszeichnung der Sowjetunion der ebenfalls dreistufige Stalinpreis eingeführt, der dem seit 1936 ausgesetzten Leninpreis nachfolgte. Im Zuge der Entstalinisierung ab 1954 wurde der Stalinpreis in der Öffentlichkeit rückwirkend zunächst ebenfalls als Leninpreis bezeichnet.
Unterdessen wurde am 15. August 1956 ein neuer nach Lenin benannter Preis geschaffen, der wiederum zu den höchsten staatlichen Auszeichnungen der Sowjetunion gehörte. Die Verleihung fand alljährlich am 22. April, dem Geburtstag Lenins statt, erstmals 1957, zuletzt 1991. Ausgezeichnet wurden Einzelpersonen in den Feldern Wissenschaft, Literatur, Kunst, Architektur, Technik und seit 1960 auch Journalismus sowie Publizistik.