Leo Bendel (* 23. November 1868 in Strezow, Polen, damals Galizien, Österreich-Ungarn; † 30. März 1940 im KZ Buchenwald) war ein österreichischer Tabakhändler und Kunstsammler.

Bendel kam um 1900 aus Galizien nach Berlin und wurde dort Tabakhändler. Er galt als gut situiert, lebte in Berlin-Dahlem und erwarb im Laufe von Jahren einige Gemälde und Grafiken. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er aufgrund seiner jüdischen Herkunft aus der Position des Generalvertreters der Firma Job Zigarettenpapier entlassen. Gemeinsam mit seiner Frau Else Bendel beschloss er zu emigrieren, zur Finanzierung verkaufte er zwischen 1935 und 1937 seine Kunstsammlung. Im Sommer 1937 gingen Leo und Else Bendel nach Wien. Nach dem Anschluss Österreichs wurde Bendel Anfang September 1939 festgenommen und in das KZ Buchenwald bei Weimar deportiert. Dort starb er im Frühjahr 1940.
Else Bendel überlebte als Nicht-Jüdin unter ärmlichen Bedingungen in Wien. Nach dem Krieg machte sie in Berlin Entschädigungsansprüche geltend, ihr Antrag war noch nicht entschieden, als sie im September 1957 starb. Er wurde jedoch im Nachhinein wegen fehlender Belege abgewiesen.

Die Sammlung Leo Bendels bestand aus Gemälden, Zeichnungen, Aquarellen und Radierungen von Carl Spitzweg, Wilhelm Trübner, Walter Leistikow und Hans Thoma. Am bekanntesten sind bis heute zwei der Gemälde von Carl Spitzweg:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bendel, Leo |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kunstsammler |
| GEBURTSDATUM | 23. November 1868 |
| GEBURTSORT | Strzyżów |
| STERBEDATUM | 30. März 1940 |
| STERBEORT | KZ Buchenwald |