Leo Gutmann (geb. 1875 in Coburg; gest. 1951 in Los Angeles) war ein deutscher Rechtsanwalt.
Leo Gutmann war ein Sohn eines jüdischen Stoffhändlers. Nach dem Abitur in Gotha studierte er Jura und Nationalökonomie in München, Berlin und Jena. Nach der zweiten juristischen Staatsprüfung 1901 war er als Rechtsanwalt in Gotha tätig. Von 1908 bis 1924 betrieb er eine Kanzlei zusammen mit dem Rechtsanwalt und späteren Landgerichtsdirektor Alfred Wachtel.
Gutmann engagierte sich politisch in der Deutschen Demokratischen Partei (DDP), 1920 kandidierte er für die Gothaer Landesversammlung. Er war Freimaurer und im Centralverein Deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens aktiv.
Nach der sog. Machtergreifung im Januar 1933 veröffentlichte der „Gothaer Beobachter“ im September 1933 einen Hetzartikel gegen Gutmann, schon zuvor war ihm die Zulassung als Rechtsanwalt entzogen worden. Gutmann zog zunächst nach Düsseldorf und konnte dann 1937 in die USA fliehen.
Gutmann war verheiratet mit Henriette Cosmann, sie hatten zwei Söhne (Theodor und Karl), denen ebenfalls die Flucht in die USA gelang. Sie änderten dort ihren Familiennamen in Gutman. Der 1909 geborene Sohn Theodor Gutman hatte Jura studiert und wurde in den USA Großhandelskaufmann. Am 20. September 2022 wurden für die Familie Gutmann 4 Stolpersteine vor dem Haus Friedrichstraße 9 in Gotha verlegt.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gutmann, Leo |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rechtsanwalt |
| GEBURTSDATUM | 1875 |
| GEBURTSORT | Coburg |
| STERBEDATUM | 1951 |
| STERBEORT | Los Angeles |