Leo Kuper (* 24. November 1908 in Johannesburg; † 23. Mai 1994 in Los Angeles) war ein südafrikanischer Soziologe und Hochschullehrer.
Leo Kuper studierte Rechtswissenschaft an der Witwatersrand-Universität und arbeitete nach seinem Examen im Jahre 1931 bis 1940 als Rechtsanwalt in Südafrika. Bei dieser Tätigkeit behandelte er insbesondere Menschenrechtsfälle. Nach seinem Kriegsdienst bei der südafrikanischen Armee im Zweiten Weltkrieg widmete er sich ab 1948 dem Studium der Soziologie an der University of North Carolina und arbeitete einige Zeit als Dozent an der University of Birmingham. Im Jahre 1953 übernahm er eine Professur für Soziologie an der Universität von Natal und betätigte sich politisch in der Liberalen Partei der Republik Südafrika. 1961 emigrierte er in die USA und wirkte bis zu seiner Emeritierung 1976 als Professor für Soziologie an der University of California, Los Angeles. In seinen Veröffentlichungen beschäftigte sich Leo Kuper mit dem Rassenkonflikt in Südafrika, vor allem aber mit dem Völkermord (Genozid) und dessen Verhinderung.
Leo Kuper war mit der Ethnologin Hilda Kuper verheiratet. Adam Kuper ist sein Cousin.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kuper, Leo |
| KURZBESCHREIBUNG | südafrikanischer Soziologe und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 24. November 1908 |
| GEBURTSORT | Johannesburg |
| STERBEDATUM | 23. Mai 1994 |
| STERBEORT | Los Angeles |