Leopold Senfelder (* 25. September 1864 in Wien; † 30. März 1935 ebenda) war ein österreichischer Arzt und Medizinhistoriker.
Senfelder studierte ab 1883 Medizin an der Universität Wien und promovierte dort 1889 zum Dr. med. Anschließend erhielt er seine klinische Ausbildung an der Krankenanstalt Rudolfstiftung in Wien und war nach Absolvierung seines Wehrdienstes praktischer Arzt in Wien. Im Ersten Weltkrieg diente er freiwillig als Röntgenarzt am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien, wobei er sich vor allem mit Röntgenaufnahmen von Schussverletzungen befasste. Außerdem war er Chefarzt der landwirtschaftlichen Krankenkasse und Obmann des Reichsverbandes der christlichen Ärzte.
Daneben veröffentlichte er über Medizingeschichte, speziell den öffentlichen Gesundheitsdienst in Wien. Senfelder habilitierte sich 1908 an der Universität Wien in Medizingeschichte und hielt darüber an der Universität Vorlesungen. Außerdem war er Bibliothekar des medizinischen Doktorenkollegiums in Wien. Er galt als sehr guter Kenner nicht nur der Wiener Medizingeschichte, sondern auch allgemein der Kunst- und Lokalgeschichte von Wien und befasste sich mit Friedhofskunde.
Senfelder gab die Bände 4 bis 6 der Acta fac. med. univ. Vindobonensis heraus, also der historischen Akten der medizinischen Fakultät der Universität Wien.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Senfelder, Leopold |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Medizinhistoriker und Mediziner |
| GEBURTSDATUM | 25. September 1864 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 30. März 1935 |
| STERBEORT | Wien |