Leopold Bendix

Leopold Bendix (* 16. September 1818 in Berlin; † 16. März 1883 ebenda) war ein deutscher Historien-, Genre- und Porträtmaler der Düsseldorfer Schule.

Leben

Die Auspfändung, 1847

Leopold Bendix, Sohn des Kleiderhändlers Bendix Joseph Elkisch (1775 oder 1777–1864) und dessen Frau Hendel, geborene Burg (1786–1865), entstammte einer jüdischen Berliner Kaufmannsfamilie, die den Namen Bendix als Familiennamen erst 1842/1843 annahm. Er wurde 1834 Schüler im Atelier von Wilhelm Herbig in Berlin. 1835 bis 1839 studierte er an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Theodor Hildebrandt. In den Jahren 1841/1842 hielt er sich in Paris auf, wo er Schüler im Atelier von Paul Delaroche war. Ab 1871 war er Mitglied im Verein Berliner Künstler. Er war verheiratet, aber wohl kinderlos. Sein Grab ist auf dem jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee neben dem seiner Frau Caroline, geborene Wernicke, erhalten.

Tätigkeit

Bendix schuf zunächst Kompositionen zu biblischen und historischen Begebenheiten, wechselte jedoch etwa ab 1840 zunehmend zur „erzählenden Malerei“, die innerhalb der Düsseldorfer Malerschule durch eine außerhalb des Mainstreams agierende Gruppe, zu der etwa Carl Hübner, Rudolf Jordan oder Henry Ritter gehörten, vertreten wurde. Sozialkritische Themen, wie etwa im Gemälde „Die Auspfändung“ von 1847 waren durch entsprechende Tendenzen in Werken der Düsseldorfer Maler Peter Schwingen und Johann Peter Hasenclever angeregt. Sie wurden in der Berliner Kritik entsprechend als „Tendenzmalerei“ abgewertet. Seit den 1840er Jahren entstanden auch zahlreiche Bildnisse. Zwischen 1834 und 1870 nahm er regelmäßig an der Berliner Akademie-Ausstellung teil und war häufig in den Ausstellungen u. a. der Kunstvereine in Düsseldorf (Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen), Königsberg und Breslau, 1869 auch in der Münchner internationalen Jahresausstellung vertreten.

Werke

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Standesamt Berlin I, Sterberegister Nr. 229/1883. Landesarchiv Berlin.
  2. ↑ Jacob Jacobson: Jüdische Trauungen in Berlin, 1759–1813. S. 483, Nr. 926
  3. ↑ T.L.S.: Berliner Briefe. In: Cotta’sches Kunstblatt. 29. Jg., Nr. 47, 26.9.1848, S. 185 ff.; Franz Kugler: Kleine Schriften. III, 1854.