Leopold Perels

Leopold Emil Erwin Perels (* 7. März 1875 in Kiel; † 25. März 1954 in Périgueux) war ein deutscher Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer.

Leben und Wirken

Leopold Perels, ein Sohn des Juristen Ferdinand Perels, begann im Wintersemester 1893/94 das Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Göttingen und studierte außerdem an der Universität Heidelberg, der Universität Berlin und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Die beiden juristischen Staatsexamen legte er 1896 und 1902 in Berlin ab. Bis 1903 war Perels Rechtsreferendar bzw. Assessor an Amtsgerichten in Berlin und Charlottenburg. Von 1903 bis 1940 war er als Mitarbeiter am "Wörterbuch der älteren deutschen Rechtssprache" tätig. Im Jahre 1905 habilitierte er sich für Rechtswissenschaft an der Universität Heidelberg und wurde dort 1912 außerordentlicher Professor. Als Dozent lehrte er außerdem von 1907 bis 1933 an der Handels-Hochschule Mannheim. 1928 ernannte ihn die Universität Heidelberg zum Honorarprofessor. Zu Beginn des Dritten Reiches wurde Perels die Lehrtätigkeit entzogen, und zwar wegen jüdischer Vorfahren. Die Zeit von 1940 bis 1945 verbrachte er in einem Internierungslager in Frankreich. Von 1945 bis 1953 war er wiederum Mitarbeiter am "Wörterbuch der älteren deutschen Rechtssprache". Er kehrte aber nicht nach Deutschland zurück. In seinen Veröffentlichungen beschäftigte er sich vor allem mit dem Seerecht.

Seine Geschwister waren der Historiker Ernst Perels und der Jurist Kurt Perels.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Perels, Leopold Emil Erwin. In: Dagmar Drüll: Heidelberger Gelehrtenlexikon. Bd. 2: 1803–1932. Springer, Berlin u. a. 1986, S. 202f., ISBN 3-540-15856-1.
Personendaten
NAME Perels, Leopold
ALTERNATIVNAMEN Leopold
KURZBESCHREIBUNG deutscher Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 7. März 1875
GEBURTSORT Kiel
STERBEDATUM 25. März 1954
STERBEORT Périgueux