Leporello (Heft)

Leporello aus 24 Ansichtskarten mit Luftbildaufnahmen der Deutschen Luft-Reederei von Dresden
Leporellobuch
Meißen-Leporello

Der oder das Leporello, auch Faltbuch genannt, ist ein faltbares Heft in Form eines langen Papier- oder Kartonstreifens, der ziehharmonikaartig zusammengelegt ist. Es wird vor allem für Foto- und Bilderserien, Faltblätter und Prospekte verwendet.

Wortherkunft

Der Name geht auf Mozarts Opernfigur Leporello zurück, den Diener von Don Giovanni (Don Juan), der für seinen Herrn eine Liste all seiner Amouren führt. Leporello berichtet davon in der sogenannten Registerarie. Nach der Aufführungstradition entfaltet er dabei effektvoll diese Liste auf der Bühne. Im Libretto findet sich dazu keine Angabe, außer dass die als „catalogo“ bezeichnete Liste als „non piccolo libro“, also als „nicht [gerade] kleines Buch“ bezeichnet wird.

Verwendung

Vergleichbar mit der endlosen Leporellofaltung ist das wechselseitige Stapeln gefalteter Blätter von Kosmetik- oder Papierhandtüchern.

Variante

Beim Magnet-Leporello, meist im Scheckkartenformat, wird der zickzack-gefalzte Inhalt zwischen zwei Magnetfolien zusammengehalten.

Siehe auch

Literatur

Commons: Leporellos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Leporello – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Faltbuch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen