Leucospermum

Leucospermum

Leucospermum conocarpodendron subsp. conocarpodendron auf dem Tafelberg

Systematik
Ordnung: Silberbaumartige (Proteales)
Familie: Silberbaumgewächse (Proteaceae)
Unterfamilie: Proteoideae
Tribus: Leucadendreae
Untertribus: Leucadendrinae
Gattung: Leucospermum
Wissenschaftlicher Name
Leucospermum
R.Br.

Leucospermum ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Silberbaumgewächse (Proteaceae). Die etwa 50 Arten kommen bis auf eine Art nur in Südafrika vor. Einige Arten und ihre Sorten werden als Zierpflanzen in Parks sowie Gärten oder als Schnittblumen verwendet und für sie gibt es die Trivialnamen Silbersamen, Nadelkissen-Silberbäume oder einfach Nadelkissen (letzteren auch bei Hakea-Arten).

Beschreibung

Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Leucospermum cordifolium.
Blütenstand von Leucospermum attenuatum.
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Leucospermum bolusii.
Blütenstände von Leucospermum cuniforme.
Blütenstände von Leucospermum erubescens.
Blütenstand von Leucospermum formosum.
Blütenstand von Leucospermum glabrum.
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Leucospermum gueinzii.
Blütenstände von Leucospermum heterophyllum.
Blütenstand von Leucospermum hypophyllocarpodendron subsp. canaliculatum.
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Leucospermum muirii.
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Leucospermum oleifolium.
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Leucospermum patersonii.
Blütenstände von Leucospermum praecox.
Blütenstand von Leucospermum reflexum mit den namensgebenden zurückgekrümmten Blüten.
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Leucospermum saxosum.
Blütenstände von Leucospermum tomentosum.
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Leucospermum tottum var. glabrum.
Blütenstand von Leucospermum truncatulum.

Leucospermum-Arten wachsen als kleinere Bäume oder Sträucher, manchmal mit vielen Stämmen oder manchmal kriechend. Die Laubblätter sind wechselständig und spiralig am Zweig angeordnet. Die hartlaubigen Blattspreiten sind oft an ihrem oberen Ende, oft drüsig, gezähnt.

Die relativ kleinen Hochblätter, Hüllblätter, stehen spiralig am Blütenstandsschaft und umhüllen die Blüten nicht. An den Zweigenden stehen die halbkugeligen Blütenstände, Köpfchen, je nach Arten einzeln oder zu wenigen zusammen. Die Blütenstandsachse (Blütenstandsboden) ist konisch bis flach. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und vierzählig mit einfacher Blütenhülle. Meist sind sie von Deckblättern begleitet. Die vier linealischen Blütenhüllblätter (Tepalen) sind röhrig verwachsen. Die oberen drei Blütenhüllblätter sind bis fast zum oberen Ende verwachsen, aber das untere Blütenhüllblatt ist vergrößert und nur an der Basis mit den anderen verwachsen. Es sind vier, meist sitzende Staubblätter vorhanden. Das einzige flaumig behaarte oberständige Fruchtblatt enthält nur eine hängende Samenanlage. Der nur undeutlich vom Fruchtknoten sich abgrenzende, lange Griffel kann abgeflacht sein und verbreitert sich im obersten Bereich in eine auffällige Struktur zur sekundären Pollenpräsentation. Die Pollenpräsentation ist aufrecht, schräg oder seitlich, kreisförmig oder kegelförmig mit enger oder breiter Kante. Es bedeutet also, dass die Leucospermum-Arten protandrisch vormännlich sind.

Die einsamigen Nussfrüchte sind eiförmig bis zylindrisch und kahl oder winzig flaumig behaart.

Systematik, Vorkommen und Gefährdung

Die Gattung Leucospermum wurde 1810 durch den britischen Botaniker Robert Brown in On the Proteaceae of Jussieu in Transactions of the Linnean Society of London, Volume 10, S. 95–104 aufgestellt. Der Gattungsname Leucospermum leitet sich von den griechischen Wörtern leukos für weiß und sperma für Samen ab, dies bezieht sich auf die weißen Samen vieler Arten. Typusart ist Leucospermum hypophyllum R.Br. Der Gattungsname Leucospermum R.Br. nom. cons. und die Typusart ist nach den Regeln der ICBN (Vienna ICBN Art. 14.9 & App. III) konserviert.

Die Gattung Leucospermum gehört zur Subtribus Leucadendrinae aus der Tribus Leucadendreae in der Unterfamilie Proteoideae innerhalb der Familie Proteaceae.

Das Verbreitungsgebiet der Gattung Leucospermum ist das südliche Afrika. Das Zentrum der Artenvielfalt sind die südwestlichen und südlichen Gebiete des Westkap, einige Arten kommen auch in den südafrikanischen Provinzen Ostkap sowie KwaZulu-Natal vor. Nur eine Art, Leucospermum saxosum, reicht auch bis Mosambik und Simbabwe.

Es gibt etwa 50 Leucospermum-Arten (mit Bewertung der Gefährdung nach der Roten Liste der Gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas):

Nutzung

Einige Leucospermum-Arten, beispielsweise Leucospermum cordifolium, Leucospermum erubescens, Leucospermum formosum, Leucospermum glabrum, Leucospermum grandiflorum, Leucospermum mundi, Leucospermum oleifolium, Leucospermum reflexum, Leucospermum tottum, und ihre Sorten werden als Zierpflanzen in Parks sowie Gärten oder als Schnittblumen verwendet.

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 S. M. Chisumpa, R. K. Brummitt & S. Marner: Proteaceae, In: Flora of Zimbabwe, Volume 9, 2006: Leucospermum - Volltext-Online.
  2. ↑ Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org.
  3. ↑ Leucospermum bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 30. April 2013.
  4. ↑ Leucospermum im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 30. April 2013.
  5. ↑ D. Raimondo, L. von Staden, W. Foden, J. E. Victor, N. A. Helme, R. C. Turner, D. A. Kamundi & P. A. Manyama, 2009: Eintrag bei der Red List of South African Plants des South African National Biodiversity Institute = SANBI. zuletzt abgerufen am 30. April 2013
  6. ↑ Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 521–522.
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