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Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Ligustrum | ||||||||||||
| L. |
Die Liguster (Ligustrum), oder selten Rainweiden genannt, sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). In deutschsprachigen Texten ist mit „Liguster“ meist der Gewöhnliche Liguster gemeint.


Ligustrum-Arten wachsen als laubabwerfende oder immergrüne Sträucher oder kleine Bäume. Die Rinde ist behaart oder kahl.
Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in kurzen Blattstiel und -spreite gegliedert. Die einfache, ganzrandige Blattspreite ist elliptisch oder mehr oder weniger eiförmig, selten linealisch. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.
Die Blüten stehen in end- oder selten achselständigen, oft rispigen, zymösen Blütenständen zusammen. Die Blütenstiele kurz oder kaum erkennbar.
Die Blüten duften oft. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die vier haltbaren Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen. Der Kelch endet gestutzt oder es sind höchstens kurze vier Kelchzipfel erkennbar. Die vier kahlen, meist weißen oder manchmal cremefarbenen Kronblätter sind auf mindestens der Hälfte ihrer Länge röhrig bis trichterförmig verwachsen. Die vier Kronlappen sind oval bis lanzettlich. Es ist nur der innere Kreis mit nur zwei Staubblättern vorhanden, sie können aus der Kronröhre herausragen und sind in ihr inseriert. Die Staubfäden sind dünn. Die dorsifixen, länglichen oder elliptisch-länglichen Staubbeutel sind gelb oder manchmal purpurfarben. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, zweikammerigen, kugeligen Fruchtknoten verwachsen. In jeder Fruchtknotenkammer sind zwei hängende, anatrope Samenanlagen vorhanden. Am Fruchtknoten wird Nektar abgeschieden. Der Griffel ist bei einer Länge von 1 bis 2 Millimetern kürzer als die Staubblätter und endet in einer kurz zweigabeligen Narbe.
Die fleischigen, bei Reife dunkel-purpurfarbenen bis schwarzen Beeren oder Steinfrüchte sind bei einer Länge von bis zu 1 Zentimeter ellipsoid bis fast kugelig. Die Früchte bleiben bei Reife geschlossen oder öffnen sich und enthalten nur ein bis drei, selten vier ungeflügelte Samen. Das Endosperm ist hart.
Die Gattung Ligustrum wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 7 aufgestellt. Die Typusart ist Ligustrum vulgare L. Synonyme für Ligustrum L. sind: Esquirolia H.Lév., Faulia Raf., Ligustridium Spach, Parasyringa W.W.Sm., Phlyarodoxa S.Moore, Visiania DC.
Die Gattung Ligustrum gehört zur Subtribus Ligustrinae aus der Tribus Oleeae innerhalb der Familie der Oleaceae.
Die Ligustrum-Arten haben Areale in der Alten Welt. Die meisten Arten kommen im östlichen Asien, wenige in Europa, Afrika und Australasien vor. In Europa ist nur der Gewöhnliche Liguster (Ligustrum vulgare) heimisch.







Es gibt etwa 40 bis 50 Ligustrum-Arten:
Wenige Arten werden als Ziergehölze kultiviert und insbesondere in Gärten zur Anlage von Hecken verwendet. Die meisten dieser Arten stammen ursprünglich aus Japan oder China. Gewöhnlicher Liguster wird oft als Schnitthecke verwendet.