Lina Haarbeck (* 4. Januar 1871 in Lahr als Lina Bickel; † 29. September 1954 in Müllheim) war eine deutsche Schriftstellerin.
Lina Haarbeck besuchte in Freiburg im Breisgau eine höhere Mädchenschule sowie ein Lehrerinnenseminar. Es schloss sich eine Tätigkeit als Lehrerin an. Danach war sie in England als Erzieherin tätig. In Deutschland heiratete sie 1902 den Pfarrer Cornelius Haarbeck. Ihrem Mann folgte sie als Pfarrfrau an dessen Dienstorte. Nach der Übernahme der Pfarrstelle in Burg Lichtenberg im Saarland übernahm sie dort über drei Jahrzehnte die Funktion der Pfarrfrau. Während dieser Zeit ist das Gros ihres schriftstellerischen Werkes entstanden. Die von ihr in dieser Zeit geschriebenen Theaterstücke sind nicht erhalten geblieben. Ihr Mann wurde zur Aufgabe seiner Pfarrstelle gezwungen, nachdem er 1937 ein jüdisches Mädchen getauft hatte, um es vor der Deportation in ein Konzentrationslager zu retten, und später am Pfarrhaus angeklebte Plakate abgerissen hatte. Heidelberg und 1939 nach Neckargemünd. Nach dem Tod ihres Mannes zog sie wieder nach Freiburg. Bei einem schweren Fliegerangriff am 27. November 1944 kam ihre jüngste Schwester ums Leben und sie verlor ihre Wohnung. Sie zog danach in den Raum Stuttgart. Ihre letzten Lebensjahre Lebensabend verbrachte sie in Müllheim.
Sie war Verfasserin von Kinder- und Jugendbüchern und gilt mit ihrer "Wildfang"-Romanreihe als Vertreterin der "Backfischliteratur".
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Haarbeck, Lina |
| ALTERNATIVNAMEN | Bickel, Lina (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schriftstellerin |
| GEBURTSDATUM | 4. Januar 1871 |
| GEBURTSORT | Lahr |
| STERBEDATUM | 29. September 1954 |
| STERBEORT | Müllheim |