Die Braunkehlsalangane (Collocalia linchi, Syn.Collocalia esculenta linchi), auch Linchisalangane, ist eine Vogelart aus der Familie der Segler (Apodidae).
Ursprünglich als eigenständig beschrieben wurde die Art früher als konspezifisch mit der Glanzkopfsalangane (Collocalia esculenta) angesehen und dann als Collocalia esculenta linchi bezeichnet, aufgrund eingehender Untersuchungen wurde sie im Jahre 2017 als eigenständig anerkannt.
Das Verbreitungsgebiet umfasst sowohl Wälder als auch offene Landschaften bis in die Berge, in Sumatra und Borneo nur in größeren Höhenlagen.
Die Art ist 9–10cm groß und wiegt 6–7g, eine winzige Salangane mit rechteckigem Schwanz ohne Flecken auf den Steuerfedern, kleinem Körper, auf der Oberseite schwärzlich, Mantel grün glänzend, Bauch und Unterbrust weiß. Insgesamt ist der Vogel der Glanzkopfsalangane sehr ähnlich, weist aber neben dem grünen Glanz und den fehlenden Schwanzflecken einen kürzeren Schwanz und dunklere Unterschwanzdecken auf. Die Hinterzehe ist unbefiedert. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Jungvögel sind noch ohne Glanz und haben blass berandete Flugschwingen. Auch diese Art ist nicht zur Echoortung fähig.
Geografische Variation
Es werden folgende Unterarten anerkannt:
C. l. dediiSomadikarta, 1986 – Bali und Lombok, längerer Flügel und Schwanz, dunkleres Gefieder
C. l. linchiHorsfield & F. Moore, 1854, Nominatform – Bawean und Java
C. l. ripleyiSomadikarta, 1986 – Barisangebirge, Sumatra, deutlich kürzerer Schwanz, ausgeprägtere dunkle Federschafte an der Unterseite, nur in den Bergen zu finden
Die vorgeschlagene Unterart C. l. plesseniMeise, 1941 wird der Nominatform zugeordnet.
Die Borneosalangane (Collocalia dodgei) wurde früher als Unterart (C. l. dodgei) angesehen, aber aufgrund genauerer Untersuchungen wieder als eigenständig abgetrennt.
Stimme
Die Lautäußerungen werden als hohes „cheer-cheer“ beschrieben.
Lebensweise
Die Art ist ein Standvogel, sie fliegt wie eine Fledermaus, dicht über dem Boden mit ständig schnellem Flügelschlag, häufigen und plötzlichen Richtungswechseln, gleitet fast nie.
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus fliegenden Insekten, die bevorzugt in Schwärmen, gern auch zusammen mit anderen Salanganen, in Kronen hochgewachsener Bäume, insbesondere fruchttragender Feigenbäume gejagt werden.
Genistet wird eher im Eingangsbereich von Höhlen in an die Wände geklebten schalenförmigen Nestern aus pflanzlichem Material.
Das Gelege besteht aus 2 weißen Eiern.
Lederzecken (Argasidae) der GattungOrnithodoros wurden in den Nestern nachgewiesen.
Gefährdungssituation
Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).
Literatur
T. Horsfield und F. Moore: Collocalia linchi. In: A Catalogue of the Birds in the Museum of the Honorable East India Company, Band 1, S.100, 1854, Biodiversity Library
S. Somadikarta: Collocalia linchi Horsfield and Moore — a revision. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club, Band 106, Nummer 1, S.32–40, 1986, Biodiversity Library
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P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
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↑S. Somadikarta:
Collocalia linchi ripleyi. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club, Band 106, S.37, 1986, Biodiversity Library
↑S. Somadikarta: Collocalia linchi dedii. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club, Band 106, S.38, 1986, Biodiversity Library
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F. E. Rheindt, L. Christidis, J. A. Norman, J. A. Eaton, K. R. Sadanandan, R. Schodde: Speciation in Indo-Pacific swiftlets (Aves: Apodidae): integrating molecular and phenotypic data for a new provisional taxonomy of the complex. In: Zootaxa. Band 4250, Nummer 5, April 2017, S.401–433, doi:10.11646/zootaxa.4250.5.1, PMID 28609999.
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