Lindenthal-Institut

Logo des Lindenthal-Instituts

Das Lindenthal-Institut ist ein 1973 gegründetes privates Institut mit Sitz in Köln, das als wissenschaftliche Einrichtung der römisch-katholischen Organisation Opus Dei fungiert. Es beschäftigt führende Mitglieder des Werks und publiziert zahlreiche Veröffentlichungen, die unmittelbar dem Opus Dei zugerechnet werden können. Träger des Instituts ist seit 2001 die gleichnamige Lindenthal Stiftung.

Zielsetzung und Arbeitsbereiche

Das Institut widmet sich interdisziplinären Forschungen, vor allem in folgenden Bereichen:

Zur laufenden Tätigkeit gehören die Ausrichtung von Expertengesprächen, Fachtagungen und internationalen Colloquien sowie Buchveröffentlichungen. Außerdem veröffentlichen Mitarbeiter und Mitwirkende mit Unterstützung des Werks Bücher unter eigenen Namen.

Auf Wunsch von Interessenten veranstaltet das Institut ergänzend Seminare und Arbeitskreise für Ärzte, Medienschaffende, Leitende in Unternehmen sowie für Studenten, in denen Themen aus den Arbeitsgebieten des Instituts vermittelt und vertieft werden. Sie werden stets von Opus-Dei-Mitgliedern begleitet und dienen auch dem Austausch und der Werbung von Mitgliedern und Sympathisanten.

Seit dem Wintersemester 2018/19 bietet das Institut ein einsemestriges Orientierungsstudium unter dem Namen Gap.Cologne [www.gap.cologne] an, das aus einem geisteswissenschaftlichen Studium Generale und einer parallelen Studien- und Berufsorientierung besteht. Die Lehrenden sind Mitarbeiter des Instituts und Gastprofessoren aus dem In- und Ausland. Kooperationspartner ist die Opus-Dei-Universität von Navarra.

Veröffentlichungen

Zu den Publikationen gehören Kongress- und Sammelbände zu aktuellen Forschungsthemen der Institutsmitarbeiter.

Personen

Gründungsdirektor ist der Arzt Hans Thomas, der lange Jahre in der Leitung des Opus Dei tätig war und noch zu Beginn der 1990er Jahre als die wichtigste Führungsperson der Organisation in Deutschland wahrgenommen wurde. Als prominentes Mitglied tritt Thomas in kirchlichen und säkularen Medien sowie auf den Publikationsplattformen der Personalprälatur in Erscheinung und nimmt die Geheimorganisation gegen Vorwürfe in Schutz. Er war außerdem im Vorstand der deutschen Sektion des päpstlichen Hilfswerks Kirche in Not tätig, leitete die Rhein-Donau-Stiftung in München und war Präsident der Limmat Stiftung in Zürich. Von 2008 bis 2014 war der Osnabrücker Professor für Christliche Sozialwissenschaften Manfred Spieker Präsident des Lindenthal-Instituts.

Die Leitung besteht aus:

Der Vorstand der Trägerstiftung besteht aus:

Zum Wissenschaftlichen Beirat des Instituts gehören oder gehörten folgende Persönlichkeiten:

Bei Colloquien und Publikationen des Instituts wirkten u. a. mit: Horst Albach, Elizabeth Anscombe, Patrick Bahners, Peter Berglar, Rocco Buttiglione, Herwig Birg, Juergen B. Donges, John C. Eccles, Viktor Frankl, Peter Geach, Boris Groys, Joseph Höffner, Jörg-Dietrich Hoppe, Fernando Inciarte, Peter Koslowski, Jérôme Lejeune, Detlef B. Linke, Nikolaus Lobkowicz, Josef Pieper, Robert Spaemann.

Einzelnachweise

  1. ↑ Peter Hertel: Schleichende Übernahme. Das Opus Dei unter Papst Benedikt XVI. Publik-Forum, Oberursel 2007, ISBN 978-3-88095-161-7, S. 119.
  2. ↑ Lindenthal Stiftung. In: im.nrw. Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 3. Juli 2022.
  3. ↑ Organisation. In: lindenthal-institut.de. Abgerufen am 16. Juni 2026.
  4. ↑ Vergleiche die verknüpften Publikationen zum Institut im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Stand 2008
  5. ↑ Drewermann und Hertel im Gespräch mit Opus Dei Leiter. In: youtube.com. 27. Juli 1991, abgerufen am 3. Juli 2022 (deutsch).
  6. ↑ Opus Dei: Vorwürfe und Antworten. In: opusdei.org. Opus Dei, 24. März 2006, abgerufen am 3. Juli 2022 (deutsch).
  7. ↑ Bischof Mixa wird Mitglied von 'Kirche in Not'. In: kath.net. 2002, abgerufen am 3. Juli 2022.
  8. ↑ Lebenslauf von Manfred Spieker auf der Website der Universität Osnabrück, abgerufen am 11. Januar 2023.