Lindequist ist der Name eines aus Pommern stammenden Adelsgeschlechtsschwedischen Ursprungs, das am 12. Dezember 1792 in den Reichsadel erhoben wurde. Erster Namensträger war der königlich schwedische Obristwachtmeister Olof Lindequist auf Grellenberg.
An Besitz konnte die Familie Anfang des 19. Jahrhunderts zunächst Gut Schweikvitz bei Kluis auf Rügen aufzeigen. Zuletzt blieb im 20. Jahrhundert das 719 ha-Gut mit Schloss Grabow bei Möckern. Der kleine Besitz Weiler Wostevitz, zeitweise als Rittergut geführt, bei Dubnitz, heute Stadt Sassnitz, ebenfalls Rügen, wurde über mehrere Generationen gepachtet.
Wappen
Das Wappen (1792) zeigt (innerhalb eines goldenen Schildrandes) in Silber auf grünem Boden einen natürlichen Lindenbaum, dem der Gipfel fehlt. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen (oder grün-silbernen) Decken eine aus kleinen Schnüren geflochtene feurige brennende Kugel (oder drei silberne Straußenfedern).
Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1916. (GGT), Zehnter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1915, S. 597 ff.; Fortsetzungen: GGT(Alter Adel und Briefadel) 1922, Gotha 1921, S. 556 ff.; GGT (Alter Adel und Briefadel) 1928, Gotha 1927, S. 360 ff.
Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser 1936 und 1940. Teil B (Briefadel). Druck Gotha 1935 und Gotha 1939, S. 357 ff. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft.
↑Oskar Köhler, Gustav Wesche, H. Krahmer: Landwirtschaftliches Güter-Adreßbuch der Provinz Sachsen. 1922. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter und Güter von ungefähr 20 ha herab mit Angabe der Gutseigenschaft, des Grundsteuerertrages, der Gesamtfläche und des Flächeninhalts der einzelnen Kulturen, Hrsg. Mit Unterstützung der Landwirtschaftskammer zu Halle a. S., in: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Band V, (Paul Niekammer), 3. Auflage, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1922, S. 26–27.