
Das Linkenheimer Tor oder Ludwigstor war eines von sechs Stadttoren im Zentrum von Karlsruhe. Der Architekt des Tores war der damalige Baudirektor Wilhelm Jeremias Müller. Ein später errichtetes Tor ging auf den Baumeister Friedrich Arnold zurück.
Im Jahre 1759 wurde ein erstes, einfach gestaltetes Holztor erbaut. Wilhelm Jeremias Müller wurde einige Jahre später mit dem Entwurf eines dauerhaften Tors beauftragt. Im Jahr 1825 wurde nach Plänen Friedrich Arnolds das bis zum Jahr 1875 bestehende letzte Tor errichtet, das aus zwei einfachen Wachhäusern bestand. Das Tor hieß zu seiner Anfangszeit Ludwigstor, nach dem damaligen Großherzog Ludwig I. von Baden. Die beiden Wachhäuschen blieben bis 1953 bzw. 1954 bestehen. Das Linkenheimer Tor stand an der damaligen Linkenheimer Landstraße, die nach Linkenheim-Hochstetten führt.
Vor dem Linkenheimer Tor spielte sich im Juli 1907 ein Teil des Geschehens ab, das als Hau-Krawall in die Geschichte Karlsruhes einging.
Insgesamt sechs Stadttore umgaben das 1715 gegründete Karlsruhe. Neben dem Linkenheimer Tor waren dies das Durlacher Tor, das Ettlinger Tor, das Rüppurrer Tor, das Karlstor und das Mühlburger Tor. Es gibt in Karlsruhe noch mehrere Plätze oder Bahnhaltestellen, die nach den ehemaligen Toren benannt sind.
Koordinaten: 49° 0′ 51,8″ N, 8° 23′ 53,9″ O