Liswarta

Liswarta
Lisswarthe
Fluss Liswarta in Zawady, Gmina Popów

Fluss Liswarta in Zawady, Gmina Popów

Daten
Lage Polen Polen
Flusssystem Oder
Abfluss über Warthe → Oder → Ostsee
Quelle bei Mzyki, Gmina Woźniki
50° 38′ 0″ N, 18° 57′ 33″ O
Quellhöhe 315 m
Mündung in die Warthe bei Kule (Gmina Popów)Koordinaten: 51° 2′ 50″ N, 19° 2′ 9″ O
51° 2′ 50″ N, 19° 2′ 9″ O
Mündungshöhe 186 m
Höhenunterschied 129 m
Sohlgefälle 1,4 ‰
Länge 93 km
Einzugsgebiet 1558 km²
Kleinstädte Krzepice
Verlauf der Liswarta

Die Liswarta (deutsch Lisswarthe) ist ein linker Nebenfluss der Warthe in der Woiwodschaft Schlesien in Polen. Das Einzugsgebiet umfasst 1558 Quadratkilometer. Die wichtigsten Nebenflüsse sind Biała Oksza und Czarna Oksza.

Verlauf

Sie entspringt bei Mzyki, Gmina Woźniki, Powiat Lubliniecki. Die erste größere Ortschaft am Fluss ist Boronów. Die ersten 30 Kilometer fließt sie nordwestlich durch einen Waldkomplex, der vom Landschaftsschutzpark Wald an der oberen Liswarta (Lasy nad Górną Liswartą) umfasst wurde, wo sich bei Łebki die Grenze mit dem Powiat Kłobucki mit dem Fluss deckt. Hinter dem Wald biegt sie in die nördliche Richtung und verfolgt flussabwärts etwa acht Kilometer die Grenze mit der Woiwodschaft Opole. Zwischen Starokrzepice und Krzepice, der einzigen Kleinstadt am Fluss, fließt Liswarta nordöstlich. In der letzten Kilometern biegt sie nach Westen, wo sie die Grenze zu deb Woiwodschaften Schlesien und Woiwodschaft Łódź bildet. Nach 93 km nordwärts gehendem Lauf in die Warthe bei Kule, Gmina Popów, Powiat Kłobucki.

Geschichte

1262 wurde der Fluss als Hystvarta bzw. Istwarta erstmals urkundlich erwähnt, als die Grenze zwischen den Bistümern Gnesen und Krakau.

Im oberen Verlauf westlich von Herby bis Starokrzepice war Liswarta für ungefähr 22 Kilometer die historische Grenze zwischen Schlesien und Kleinpolen bzw. den Bistümern Breslau und Krakau, in der Zwischenkriegszeit entlang kürzerer Länge zwischen der Zweiten Polnischen Republik und dem NS-Staat, heute noch kürzer zwischen den Powiaten Lubliniecki und Kłobucki. Im niederen Verlauf (über 30 Kilometer) flussabwärts von Krzepice dagegen zwischen Großpolen und Kleinpolen. In der Umgebung von Krzepice deckten sich diese Grenzen nicht: um das Jahr 1600 war Starokrzepice (Alt-Krzepice) der südlichste Ort des Weluner Landes am linken Ufer und der Staatsgrenze zum Königreich Böhmen, aber gehörte zum schlesischen Bistum Breslau, dagegen unterstand die Stadt Krzepice am rechten Ufer administrativ dem Kreis Lelów, kirchlich dagegen dem Erzbistum Gnesen.

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Einzelnachweise

  1. ↑ Tomasz Jurek (Redakteur): Liswarta. In: Słownik Historyczno-Geograficzny Ziem Polskich w Średniowieczu. Edycja elektroniczna. PAN, 2010, abgerufen am 14. Februar 2023 (polnisch).
  2. ↑ Tomasz Jurek (Redakteur): Liswarta. In: Słownik Historyczno-Geograficzny Ziem Polskich w Średniowieczu. Edycja elektroniczna. PAN, 2010, abgerufen am 14. Februar 2023 (polnisch).
  3. ↑ Henryk Rutkowski (Redakteur), Krzysztof Chłapkowski: Województwo krakowskie w drugiej połowie XVI wieku; Cz. 2, Komentarz, indeksy. Institute of History of the Polish Academy of Sciences, 2008 (polnisch, Online).