
Der London-Hammer, auch Hammer von London oder London Artifact, ist ein Hammer aus Eisen und Holz, der 1936 in London im US-Bundesstaat Texas gefunden wurde. Das Artefakt ist fest in eine Kalksteinkonkretion eingebettet und gilt in parawissenschaftlichen Kreisen daher als typisches „Out-of-Place-Artefakt“.
Der Hammer stimmt mit den typischen amerikanischen Werkzeugen überein, die Ende des 19. Jahrhunderts in der Region hergestellt wurden und entspricht dem typischen Hammer eines Bergmanns um 1880. Eine Erklärung für das ihn umgebende Gestein ist, dass die hochlöslichen Mineralien im alten Kalkstein aus der Kreidezeit über einen mineralogischen Prozess eine Konkretion um das Objekt gebildet haben. Dies kommt häufig bei ähnlichen Verkrustungen um Fossilien und andere Kerne vor.
Der Hammer wurde angeblich 1936 von einem einheimischen Ehepaar, Max Hahn und seiner Frau Emma Zadie Hahn, gefunden, als die beiden auf dem Weg des Red Creek in der Nähe der Stadt London spazieren gingen. Sie entdeckten ein merkwürdiges Stück losen Felsens mit einem Stück Holz, das anscheinend darin eingebettet war, nahe einem Wasserfall und nahmen es mit nach Hause. Ein Jahrzehnt später brach ihr Sohn Max den Felsen auf und fand den verborgenen Hammerkopf darin.
Der metallene Hammerkopf ist den Maßen nach nicht für große Projekte verwendet worden, sondern für feine Arbeiten oder weiches Metall. Das Metall des Hammerkopfes soll aus 96,6 % Eisen, 2,6 % Chlor und 0,74 % Schwefel bestehen. Der Hammerkopf ist seit seiner Entdeckung Mitte der 1930er Jahre nicht mehr gerostet. Der Hammer erregte größere Aufmerksamkeit, nachdem er vom Kreationisten Carl Baugh gekauft wurde, der behauptete, das Artefakt sei eine „monumentale Entdeckung aus der Zeit vor der Flut“. Laut Baugh diene der Hammer als Grundlage für Spekulationen, dass die Atmosphäre auf der Erde vor der Flut das Wachstum von Riesen förderte. Der Hammer ist jetzt Teil einer Ausstellung in Baughs Creation Evidence Museum, das Repliken davon an Besucher verkauft. Radiocarbondatierungen wurden nicht vorgenommen, bzw. liegt kein Bericht darüber vor.