Ein Längenkomparator, früher auch als Longitudinal-Komparator bezeichnet, ist ein Vergleichsmessgerät, um Längen zu vergleichen. Er erfüllt das 1890 von Ernst Abbe aufgestellte (abbesche) Komparatorprinzip.
Varianten
Transversal-Komparator
Die zu messende Größe eines Prüflings wird, mittels Parallelendmaß oder anderen Prüfmaßen über einen Anschlag und einem Okular mit Skalenteilung oder 2 verschiebbaren Okularen, eingestellt.
Interferenz-Komparator
Der Komparator dient zur Präzisionsmessung, beispielsweise von Abständen zwischen Spektrallinien; man kann noch Längen bis 100 nm messen. Der Interferenzkomparator wurde im Jahr 1926 von Wilhelm Kösters in der Physikalisch-Technische Reichsanstalt (PTR) in Berlin entwickelt.
Literatur
H. Weise, W. Theilig: Ein Longitudinalkomparator für geodätische Meßgeräte. Geodätisches Institut, 1966 (Google Books)
Ruedi Thalmann: Einflussgrößen bei der Kalibrierung von Längenmessmitteln (Influence Quantities for Calibrations in Dimensional Metrology), 2005, Oldenbourgdoi:10.1524/teme.72.5.286.64798