| Lost in June | ||||
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| Livealbum von Steve Lacy / Kent Carter / Andrea Centazzo | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Format(e) |
CD-ROM, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
7 | |||
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1:11:56 | ||||
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Besetzung |
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Andrea Centazzo | ||||
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Aufnahmeort(e) |
Teatro Lirico, Mailand | |||
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Lost in June ist ein Musikalbum von Steve Lacy, Kent Carter und Andrea Centazzo. Die am 4. Juni 1977 im Teatro Lirico in Mailand entstandenen Aufnahmen erschienen 2012 auf Ictus Records.
Der Sopransaxophonist Steve Lacy trat 1977 mit dem Bassisten Kent Carter und dem Schlagzeuger/Perkussionisten Andrea Centazzo in Mailand auf. Alle Kompositionen stammen von Lacy – darunter einige der Höhepunkte seines Repertoires – und tragen jene ein- oder zweisilbigen Titel, die für seine Persönlichkeit wie auch für sein musikalisches Schaffen bezeichnend sind.
Die Zusammenarbeit des Trios Lacy/Carter/Centazzo dokumentierte das Ictus-Label 2015 weiterhin mit den Alben October Wind Vol. 1/2.
Die Kompositionen stammen von Steve Lacy.
Da es sich um eine Stereo-Überspielung von einer Mono-Kassette handelt, sei der Klang dieser CD natürlich weit von Hi-Fi-Qualität entfernt (besonders beim ersten Stück, das extrem trocken und ohne jede Tiefe wirkt); das bedeute jedoch keineswegs, dass eine Darbietung dieses Niveaus – ein Live-Auftritt im Teatro Lirico in Mailand vom 4. Juni 1977 – es nicht verdient hätte, aus der Versenkung geholt zu werden, schrieb die italienische Redaktion von All About Jazz. Hier würden sich einige der markantesten Merkmale des damaligen Lacy vereinen (alle Kompositionen stammen von ihm – darunter einige der Höhepunkte seines Repertoires – und trügen jene unnachahmlichen ein- oder zweisilbigen Titel, die für seine Persönlichkeit wie auch für sein musikalisches Schaffen absolut bezeichnend seien). Er agiere hier in einem brillanten Trio, das im Jahr zuvor bereits das großartige Album Trio Live eingespielt hatte (ebenfalls bei Ictus erschienen, allerdings mit deutlich besserer Klangqualität).
Zwar verliere der Klang – insbesondere jener des Sopransaxophons – einiges von seinem Charme (wenn auch nicht überall), doch „die improvisatorischen Kathedralen“, die sich um Lacys so eigenwillige, geistreiche, scharfsinnige und unverwechselbare kompositorische Bögen wölbten – wie eine Art [der Musik von] Monk, der vom Strudel und der Schräglage in die Vertikale versetzt wurde –, seien durchweg imposant: nicht im Sinne eines starren Bildes (dafür sei die Elastizität zu groß), sondern gerade hinsichtlich ihrer ausdrucksstarken formalen Ergebnisse. Hervorzuheben sei der Beitrag sowohl von Carter, der oft sein gewaltiges Bogenspiel einsetzt, als auch von Centazzo, dessen differenziertes, auf Klangfarben – noch mehr als auf Rhythmus – bedachtes Spiel absolut bewundernswert sei. Lacy seinerseits würde das Kollektiv auf gewohnt vorbildliche Weise steuern: Er treibe es voran, lasse aber zugleich weite Freiräume, in die sich seine beiden Mitstreiter abwechselnd (oder gemeinsam) stürzten „wie Kinder auf die Marmelade“.