Lotte Branz

Lotte Branz, 1960

Lotte Branz (* 5. August 1903 in Regensburg als Anna Charlotte Harrich; † 16. Juli 1987 in München) war eine deutsche Politikerin (SPD) und Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime.

Leben

Lotte und ihr Mann Gottlieb Branz gehörten der SPD an. Gottlieb wurde im Juni 1933 verhaftet und in das KZ Dachau gebracht. Nach seiner Entlassung im Oktober 1933 engagierte sich das Ehepaar in der Gruppe Neu Beginnen und unternahm Kurierfahrten zur Sopade in die Tschechoslowakei. Sie schmuggelten von dort Schriften der SPD nach München.

Sie verhalfen auch Juden zur Flucht. Nach seiner erneuten Verhaftung im Januar 1939 war Gottlieb Branz bis April 1945 im KZ Buchenwald. Daraufhin stellte auch Lotte Branz ihre Widerstandsaktivitäten ein.

Nach dem Krieg war Lotte Branz Vorsitzende der Landesfrauenarbeitsgemeinschaft der SPD in Bayern. Sie war auch Mitbegründerin der Georg-von-Vollmar-Akademie, wo sie bis zu ihrem Tode Vorträge über den sozialdemokratischen Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus hielt.

Ehrungen

Literatur

Commons: Lotte Branz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Lotte Branz. Offizielles Stadtportal München
  2. ↑ Starke Frauen Bayern: Lotte Branz. In: bayerns-frauen.de. Starke Frauen Bayern, abgerufen am 12. Oktober 2025.
Personendaten
NAME Branz, Lotte
KURZBESCHREIBUNG deutsche Politikerin (SPD) und Widerstandskämpferin
GEBURTSDATUM 5. August 1903
GEBURTSORT Regensburg
STERBEDATUM 16. Juli 1987
STERBEORT München