Lotte Garnich

Charlotte „Lotte“ Garnich, geb. Friedberg, (* 20. Mai 1881 in Leipzig; † 10. März 1939 in Berlin-Charlottenburg) war eine deutsche Politikerin (DVP).

Leben

Die Tochter des nationalliberalen Politikers Robert Friedberg und der Thekla, geb. Friedmann, besuchte die Höhere Mädchenschule in Halle und studierte Volkswirtschaft an der Universität Halle. Während des Ersten Weltkrieges arbeitete sie als Referentin im Kriegspresseamt.

Nach der Novemberrevolution gehörte sie mit ihrem Ehemann Hugo Garnich zu den Mitbegründern der Deutschen Volkspartei (DVP).

Von 1919 bis 1921 war sie Mitglied der Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung. Im Februar 1921 wurde sie als Abgeordnete in den Preußischen Landtag gewählt, dem sie bis 1924 angehörte. Im Parlament vertrat sie den Wahlkreis 3 (Potsdam II).

Charlotte Garnich starb durch Schlafmittelvergiftung in ihrer Wohnung Fasanenstraße 77 in Berlin-Charlottenburg.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Peter G. J. Pulzer: Jews and the German state. The political history of a minority, 1848–1933. Blackwell, Oxford 1992, S. 230
  2. ↑ Sterberegister Standesamt Berlin-Charlottenburg, Nr. 1249/1939
Personendaten
NAME Garnich, Lotte
ALTERNATIVNAMEN Friedberg, Charlotte (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG deutsche Politikerin (DVP), MdL
GEBURTSDATUM 20. Mai 1881
GEBURTSORT Leipzig
STERBEDATUM 10. März 1939
STERBEORT Berlin-Charlottenburg