
Louis Waldenburg (* 31. Juli 1837 in Filehne; † 14. April 1881 in Berlin) war ein deutscher Internist.
Er studierte ab 1857 an der Universität von Berlin Medizin und wurde im Jahr 1860 promoviert. Nach weiteren Studien in Heidelberg ließ er sich 1861 in Berlin als Spezialist für Brust- und Halserkrankungen nieder. Von 1864 bis 1868 war er Mitherausgeber der Allgemeinen Medizinischen Central-Zeitung. 1865 habilitierte er sich für Innere Medizin und wurde Privatdozent an der Berliner Universität, 1871 Assistenzprofessor und 1877 Chefarzt an der Charité. Von 1868 bis zu seinem Tod war er in Nachfolge Louis Posners Chefredakteur der Berliner Klinischen Wochenschrift. Er bekannte sich offen zum Darwinismus und beteiligte sich am Ehrengeschenk der deutschen Anhänger zu Darwins 69. Geburtstag, einem vom Rechnungsrat und Naturforscher Emil Rade (1832–1931) initiierten, von Ernst Haeckel geförderten und im Wesentlichen von Arthur Fitger mit insgesamt 21 Blättern gestalteten mit Silber-(und Gold-)beschlägen reich verzierten 50 cm hohen und 43 cm breiten Album (Darwin-Album von 1877), in dem ab Blatt 3 zahlreiche Fotografien seiner Anhänger in je ein bis zehn passepartoutartig geschnittenen Feldern eingefügt sind. Als Professor L. Waldenburg wurde er auf Blatt 9 (Berlin I) in diesem Album, das Darwin im Februar 1877 überreicht wurde, aufgenommen. Als Mediziner trat er besonders durch die Propagierung von Lungenheilstätten hervor.

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Waldenburg, Louis |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Internist |
| GEBURTSDATUM | 31. Juli 1837 |
| GEBURTSORT | Filehne |
| STERBEDATUM | 14. April 1881 |
| STERBEORT | Berlin |