Lowell Mason

Lowell Mason
Altersporträt

Lowell Mason (* 8. Januar 1792 in Medfield, Norfolk County, Massachusetts; † 11. August 1872 in West Orange, Essex County, New Jersey) war ein US-amerikanischer Komponist von über 1500 Kirchenliedern und Musikpädagoge und gilt als bedeutender Reformer der Kirchen- und Schulmusik.

Leben

Mason war ein Sohn von Johnson Mason (1767–1856) und seiner Frau Catherine Hartshorn Mason (1768–1852). Er hatte vier jüngere Geschwister: Lucretia Mason Tucker (1793–1873), Johnson Mason (1796–1882), Timothy Battelle Mason (1801–1861) und Julia Ann Mason Huber (1830–1861). Mit nur 16 Jahren leitete er bereits den Kirchenchor und mit 18 Jahren das Orchester seiner Heimatstadt. 1815, mit 23 Jahren, ging er als Bankangestellter nach Savannah, und er wurde dort zudem Organist und Chorleiter an der presbyterianischen Independent Presbyterian Church. 1817 kam der deutsche Einwanderer Friedrich Ludwig Abel, ein Großneffe Carl Friedrich Abels, nach Savannah. Von ihm erhielt er bis zu dessen Tod an Gelbfieber 1820 Unterricht in Harmonielehre und Komposition. Dadurch entwickelte er eine Vorliebe für die europäische Kirchenmusik. Werke von Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart erlernte er im Selbststudium.

1827 wurde er in Boston Direktor der Handel and Haydn Society und wirkte als Kirchenmusikdirektor von drei Kirchen. Gemeinsam mit George J. Webb gründete er 1832 die Bostoner Musikakademie mit dem Namen Boston Academy of Music, an der nach den Prinzipien des Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi unterrichtet wurde. 1838 konnte er in Boston das erste Musikschulprogramm in den Vereinigten Staaten etablieren, die Idee stammte ursprünglich aus Preussen. Musik war sein Lebenselixier, diese Passion vermittelte er gerne weiter, um Menschen aufzurichten und Gemeinschaften zu stärken.

Mit gut achtzig Jahren starb Mason am 11. August 1872 in Silverspring, in seiner Residenz am Orange Mountain in West Orange. Er wurde auf dem Old Cemetery, Lot 871, des Rosedale Cemetery im Nachbarort Montclair beigesetzt. Seine Bibliothek mit Musikalien ging an das Yale College.

Werk

Als er noch in Savannah war, publizierte Mason 1822 in Boston eine erste Sammlung für Kirchenmusik unter dem Namen The Handel and Haydn Society’s Collection of Church Music, die über 1600 Hymnen umfasste, aber erst mit der Zeit ein Erfolg wurde und seinen Ruhm als Musikherausgeber begründete. Von 1829 bis 1869 veröffentlichte er weitere zwanzig Sammlungen von Kirchenliedern. Er verstand es sowohl berühmte europäische Komponisten zu adaptieren als auch traditionelle ländliche Melodien einfließen zu lassen. Mason komponierte und bearbeitete über eintausendfünfhundert Kirchenlieder, darunter so bekannte wie Nearer, My God, to Thee, My Faith Looks Up to Thee und From Greenland's Icy Mountains.

Lieder (Auswahl)

Von den gut 1500 Kompositionen an Kirchenliedern wurden einige auch ins Spanische und ins Deutsche übersetzt. Die bekanntesten sind:

Familie

Mason heiratete Abigail Gregory Mason (1797–1889). Sein ältester Sohn hieß Lowell Mason Junior (1823–1885), der zweite Sohn William Mason (1829–1908) war ein bedeutender Konzertpianist und Klavierlehrer, und der jüngste Sohn Henry Mason (1831–1890) gründete eine der ersten Orgelbau- und Klavierbaufirmen der USA, die den Namen Mason & Hamlin trug. Der Komponist Daniel Gregory Mason (1873–1953) war sein Enkel.

Literatur

Commons: Lowell Mason – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Lowell Mason in der Datenbank Find a Grave (abgerufen am 21. Februar 2026)
  2. ↑ Charles W. Hughes: Frederic L. Abel. In: American Hymns old and new. Columbia University Press, New York 1973, ISBN 0-231-05148-4, S. 289 f. (englisch, archive.org).
  3. ↑ Mark Gresham: Lowell Mason: Father of American music education, Website earrelevant.net (6. August 2025, englisch, abgerufen am 21. Februar 2026)
  4. ↑ Lowell Mason in der Datenbank Find a Grave (abgerufen am 21. Februar 2026)
  5. ↑ Jacob Henry Hall: Mason Lowell, Website hymnary.org (englisch, abgerufen am 21. Februar 2026)
  6. ↑ Mark Gresham: Lowell Mason: Father of American music education, Website earrelevant.net (6. August 2025, englisch, abgerufen am 21. Februar 2026)
  7. ↑ Lowell Mason. In: Encyclopædia Britannica. Abgerufen am 21. Februar 2026 (englisch).
  8. ↑ Jacob Henry Hall: Mason Lowell, Website hymnary.org (englisch, abgerufen am 21. Februar 2026)
  9. ↑ Info über und 30 Lieder von Lowell Mason, Website evangeliums.net (abgerufen am 21. Februar 2026)
  10. ↑ Lowell Mason in der Datenbank Find a Grave (abgerufen am 21. Februar 2026)