| Südliche Großohrmaus | ||||||||||
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Südliche Großohrmaus (Loxodontomys micropus) | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||
| Loxodontomys | ||||||||||
| Osgood, 1947 | ||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||
| Loxodontomys micropus | ||||||||||
| (Waterhouse, 1837) |
Die Südliche Großohrmaus (Loxodontomys micropus) ist eine Nagerart aus der Familie der Wühler, die im südlichen Chile und im Südwesten von Argentinien vorkommt.
Die Südliche Großohrmaus ist kräftig gebaut und erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 9,9 bis 14,4 Zentimeter, dazu kommt ein 8,3 bis 11,2 Zentimeter langer Schwanz. Das Gewicht beträgt 30 bis 64 Gramm, die Hinterfußlänge beträgt 2,5 bis 3,2 Zentimeter und die Ohren sind 1,5 bis 2,3 Zentimeter lang. Der Schwanz ist damit kürzer ist als die Kopf-Körper-Länge. Das Fell ist dicht und glanzlos. Auf dem Rücken ist es grau bis bräunlich und mit bräunlich-gelben und schwärzlichen Strähnen durchzogen. Die Bauchseite ist heller, oft mit weißen oder gelben Anteilen. Bei Exemplaren aus dem Norden des Verbreitungsgebietes ist das Fell deutlich kontrastreicher und die Schwänze sind deutlicher zweifarbig. Die Ohren sind dicht mit kurzen braunen Haaren bedeckt. Flecken hinter den Ohren sind reduziert oder fehlen. Die Sohlen der Hinterpfoten sind unbehaart und leicht schuppig, mit sechs kleinen Tuberkeln. Die Krallen sind gut entwickelt und erreichen eine Länge von 3 mm. Weibchen besitzen vier Zitzenpaare. Die Chromosomenzahl der Population im südlichen Chile beträgt 2n = 34, FN = 36, nördlich davon und in den argentinischen Gebieten des Verbreitungsgebietes sind es 2n = 32, FN = 34.
Die Südliche Großohrmaus kommt in Südbuchenwäldern, Araukarienwäldern, verbuschten Steppen in den Vorgebirgen der Anden, in trockenen Graslandschaften mit dornigen Sträuchern (Berberitzen und Colletia spinossissima) und in offenen, feuchten Graslandschaften vor. Dort lebt sie in selbst gegrabenen mit zahlreichen Eingängen und Futterkammern. In Gefangenschaft können zahlreiche Tiere friedlich im selben Käfig zusammenleben. Die Südliche Großohrmaus ist meist nachtaktiv, manchmal aber auch tagaktiv und ernährt sich Gräsern, Kräutern und anderen Pflanzen, sowie von Pilzen. Verspeist werden Samen, Blätter, Früchte, Blüten und anderes Pflanzengewebe. Die Paarungszeit beginnt zum Frühlingsanfang und dauert bis zum Ende des Sommers oder bis in den Frühherbst hinein. Die Würfe umfassten 4 bis 5 Jungtiere.
Die Südliche Großohrmaus wurde 1837 durch den britischen Zoologen George Robert Waterhouse anhand eines Holotypus, den Charles Darwin in Südpatagonien gesammelt hatte, als Mus micropus erstmals wissenschaftlich beschrieben. 1947 führte der US-amerikanische Zoologe Wilfred Hudson Osgood die Gattung Loxodontomys ein, mit Loxodontomys micropus als einziger Art. 1998 wurde eine weitere Art beschrieben, Loxodontomys pikumche. Der Holotypus von L. pikumche ist jedoch ein zusammengesetztes Exemplar. Der Schädel und der Unterkiefer stammen von einem subadulten Tier aus der Gattung Blattohrmäuse (Phyllotis) und nur die Haut gehört zu einem Exemplar von Loxodontomys. Die Haut unterscheidet sich jedoch nicht von der von Loxodontomys micropus und L. pikumche wurde infolgedessen mit Loxodontomys micropus synonymisiert.