
Lucas Beckmann (* 16. Dezember 1571 in Hamburg; † 7. Februar 1624 in Wittenberg) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.
Beckmann war der Sohn des Joachim Beckmann aus Antwerpen und dessen Frau Anna, die Tochter des Hamburger Handelsmannes Heinrich Thamm war. Er hatte das Gymnasium seiner Heimatstadt besucht, studierte in Rostock, Leiden, Oxford, 1594 in Wittenberg und 1596 in Leipzig. In Basel promovierte er 1597 zum Doktor der Rechte, kehrte nach Wittenberg zurück und wurde 1598 anstelle von Peter Heige als dessen Substitut angenommen. 1599 übertrug man ihm eine außerordentliche juristische Professur, von der er bis zu seinem Lebensende in die ordentliche Professur des Kodex an der Universität Wittenberg aufstieg.
Damit verbunden wurde er Assessor am Wittenberger Hofgericht, am Schöppenstuhl, am königlichen Landgericht des Markgrafentums der Niederlausitz und am Wittenberger Konsistorium. Er wurde kurfürstlich sächsischer Appellationsrat in Dresden, war fürstlich lüneburgischer, anhaltischer und anderer Potentaten geheimer Rat. Zudem beteiligte er sich auch an den organisatorischen Aufgaben der Wittenberger Akademie, war im Sommersemester 1603 Prorektor und 1609, sowie 1619 Rektor der Hochschule. Sein Leichnam wurde in der Wittenberger Stadtkirche beigesetzt, wo man ihm ein Epitaph errichtete.
Am 19. September 1597 hatte er sich mit Elisabeth, der Tochter des Leipziger Handelsherrn Johann Grünwald und dessen Frau Anna Schönberg, vermählt. Aus dieser Ehe sind vier Söhne und zwei Töchter hervorgegangen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Beckmann, Lucas |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rechtswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 16. Dezember 1571 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 7. Februar 1624 |
| STERBEORT | Lutherstadt Wittenberg |