Lucknow-Pakt

Der Lucknow-Pakt war eine Übereinkunft zwischen dem Indischen Nationalkongress und der Muslim-Liga zur Zeit von Britisch-Indien. 1916 handelte Mohammed Ali Jinnah, ein Mitglied des Indischen Nationalkongresses, in Lucknow eine Übereinkunft mit der Muslim-Liga aus, um Druck auf die britischen Kolonialherren auszuüben. Ziel war eine liberalere Gestaltung der Herrschaft und damit eingehend mehr Autorität der Inder gegenüber den Briten. Dies war eine grundlegende Wendung in der Politik der Muslim-Liga, so trat sie zuvor lediglich für das Partialinteresse der Muslime ein, für welches sie die Kolonialherrschaft der Briten im Gegensatz zu den Hindus brauchten.

Hauptforderungen

Die Hauptforderungen des Paktes waren:

Folgen

Größere Folgen hatte der Pakt nicht. Zwar kündigte die Regierung 1917 an, Indien langsam in die Unabhängigkeit zu entlassen, aber in die Tat umgesetzt wurde dieser Plan fürs Erste nicht. Nachdem klar wurde, dass die britischen Kolonialherren sich nicht auf die Forderungen einließen – oder nur in unbedeutenden Teilen – wechselte Ali Jinnah in die Muslim-Liga, in welcher er Präsident wurde und somit entscheidend auf die politische Unabhängigkeit Indiens und die Spaltung des muslimischen (Bangladesch, Pakistan) vom hinduistischen (Indien) Teiles hingearbeitet hat.

Siehe auch

Quellen