Ludger Hallermann (* 2. November 1936 in Hamm; † 6. März 2019) war ein deutscher Geodät und von 1974 bis 2002 Professor für Ingenieurgeodäsie an der Universität Bonn.
Nach dem Abitur in seiner Geburtsstadt und dem Studium an der Universität Bonn (1956–1960) wurde Hallermann 1965 bei dem Astronomen Joseph Meurers zum Dr.-Ing. promoviert. Anschließend widmete er sich der Ingenieurgeodäsie, die Gegenstand seiner 1971 abgeschlossenen Habilitationsschrift Beiträge zur Durchführung technischer Vermessungen wurde, mit der sich 1973 habilitierte. Nach dem Referendariat (1964–1967) arbeitete er als Oberassistent am Geodätischen Institut der Universität Bonn weiter. 1974 wurde dort eine neue Abteilung Ingenieurgeodäsie eingerichtet und Hallermann zum Professor für Geodäsie berufen. Die Abteilung leitete Hallermann von Beginn an bis zu seiner Emeritierung 2002. Als Folge von Einsparzwängen konnte die Professur nicht wiederbesetzt werden.
Aufgrund seiner Spezialisierung auf die Prüfung von Vermessungsinstrumenten wirkte er in DIN- und ISO-Ausschüssen mit. Von 1976 bis 1978 leitete er die FIG-Kommission „Ingenieurvermessung“. Über drei Jahrzehnte betreute Hallermann, den Vortragsreihen an die Universitäten Helsinki und Warschau führten, die „Übersicht über die (nationale und internationale) Literatur im Vermessungswesen“ in der Zeitschrift für Vermessungswesen. Seine ungefähr 15 Regalmeter umfassende Bibliothek spendete er 2003 dem Dortmunder Förderkreis Vermessungstechnisches Museum.
Hallermann starb am 6. März 2019 und wurde am 16. März 2019 auf dem Friedhof Vilich in Bonn beigesetzt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hallermann, Ludger |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Geodät |
| GEBURTSDATUM | 2. November 1936 |
| GEBURTSORT | Hamm |
| STERBEDATUM | 6. März 2019 |