
Ludger Hinse (* 19. Mai 1948 in Recklinghausen) ist ein deutscher Künstler.
Hinse ist eines von vier Kindern einer Bergarbeiter-Familie in Recklinghausen. Nach acht Jahren Volksschule begann und vollendete er (1962–1964) eine Lehre als Postschaffner bei der Deutschen Bundespost. Hier war er auch Vorsitzender der Jugendvertretung. Er kündigte 1967 seine Beamtenlaufbahn, um sich auf die Begabtenprüfung vorzubereiten, mit der er die Berechtigung zum Studium erwarb.
Danach studierte er von 1968 bis 1972 Sozialarbeit in Bochum. Von 1968 bis 1970 war er dort AStA-Vorsitzender und SDS-Mitglied. Seine Diplomarbeit ging zur Methodik und Didaktik außerschulischer Bildung am Beispiel der arbeitenden Jugend. Während eines Lehrauftrags unterrichtete er Methodik und Didaktik an der Fachhochschule Bochum. Von 1972 bis 1974 machte er Bildungsarbeit beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und ab 1974 Bildungsarbeit bei der IG Metall in Bochum.
1984 wurde Hinse jüngster Vorsitzender der IG Metall in Bochum; dieses Amt hatte er 22 Jahre – bis 2006 – inne. Im Jahr 2000 erregte er gemeinsam mit Guntram Schneider Aufmerksamkeit durch ein Thesenpapier zur Veränderung der IG Metall in der Frankfurter Rundschau.
Die Direktorin der Kunsthalle Recklinghausen, Anneliese Schröder, und der Leiter des Kunstmuseums Bochum, Peter Spielmann, zeigten Interesse an Hinses künstlerischen Atelierarbeiten und unterstützten seine Entwicklung. Seine erste öffentliche Ausstellung hatte er 1988 im Künstlerhaus Kenkmannshof, Recklinghausen.
Von 2007 bis 2009 führte er das Großprojekt Das Kreuz mit dem Kreuz durch. In 21 Städten organisierte er 77 Ausstellungen mit über 140.000 Besuchern. Anlässlich des europäischen Kulturhauptstadtjahrs 2010 errichtete er in Bochum die Großskulptur Tradition heisst nicht…
siebe WEB Seite www.ludgerhinse.de
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hinse, Ludger |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Sozialarbeiter, Gewerkschaftsfunktionär und Künstler |
| GEBURTSDATUM | 19. Mai 1948 |
| GEBURTSORT | Recklinghausen |