Ludwig Bund (* 28. April 1828 in Brakel, Provinz Westfalen; † 4. Oktober 1886 in Düsseldorf) war ein deutscher Beamter und Schriftsteller.

Bund, Sohn eines Beamten, wurde durch seine Mutter, eine dichterisch begabte polnische Emigrantin, dazu angeleitet, erste Verse zu verfassen. Bis zum 15. Lebensjahr besuchte er die Elementarschule in Brakel. Im Alter von 17 Jahren begann er auf der Unteroffiziersschule Potsdam eine Militärlaufbahn. 1850 diente er als Unteroffizier eines Regiments in Berlin. Dort verkehrte er im Bildungsbürgertum und besuchte akademische Vorlesungen. Als Feldwebel der Garde-Landwehr wurde er 1853 nach Düsseldorf versetzt. Nach Ausscheiden aus dem aktiven Militärdienst trat er 1859 als Kanzleisekretär in die Dienste der Königlichen Regierung in Düsseldorf.
Ab 1856 bzw. 1857 trat Bund als Erzähler von Kunstmärchen in Erscheinung, dann als Lyriker. Außerdem veröffentlichte er Lyrik-Anthologien sowie Schriften über die Kunstakademie Düsseldorf und das Wirken Düsseldorfer Maler im 19. Jahrhundert. Insbesondere schrieb er Kurzbiografien der Maler Ludwig Hugo Becker und Theodor Mintrop. Mintrop hatte sich durch ein Heinzelmännchen-Märchen von Bund zu König Heinzelmann’s Liebe, einem autobiografisch unterlegten Märchen-Zyklus aus 70 Bildern, anregen lassen. Eine Weile redigierte Bund das Düsseldorfer Künstler-Album bzw. Deutsche Künstler-Album.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bund, Ludwig |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Beamter und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 28. April 1828 |
| GEBURTSORT | Brakel, Provinz Westfalen |
| STERBEDATUM | 4. Oktober 1886 |
| STERBEORT | Düsseldorf |