Ludwig Fronhofer (* 24. August 1746 in Ingolstadt; † 9. November 1800 in München) war ein deutscher Pädagoge und Schriftsteller in der Zeit der Aufklärung. Er gilt als Mitbegründer der Realschule.
Nach dem Abschluss seiner Gymnasialstudien 1763 am Jesuitengymnasium in München (heute Wilhelmsgymnasium München) und dem Studium an der Universität Ingolstadt war Fronhofer als Lehrer tätig, versuchte sich aber auch als Dichter. Unter dem reformfreudigen Kurfürsten Maximilian III. Joseph wurden er und Johann Adam von Ickstatt mit der Schaffung eines neuen Schultyps nach preußischem Vorbild betraut, der heutigen Realschule. Fronhofer reorganisierte auch die Lehrerausbildung. 1775–1789 war er Professor an der neu errichteten Realschule in München, 1779 wurde er zum kurfürstlichen Hofsekretär ernannt, 1781 zum Rektor der deutschen Schulen bei der staatlichen Schuldeputation und 1783 zum wirklichen kurfürstlichen Schulrat.
Wie Ickstatt war Fronhofer ein entschiedener Anhänger der Aufklärung und trat als solcher unter dem Ordensnamen Raimundus Lullus den in seiner Heimatstadt gegründeten Illuminaten bei. Unter dem reaktionären Kurfürsten Karl Theodor wurde der Orden verboten, Fronhofer konnte seine Reformvorhaben nicht weiter vorantreiben. Er war Freimaurer als Mitglied der Münchener Logen Zur Behutsamkeit und Theodor zum guten Rat.
1799, kurz nach dem Thronbesteigung Max IV. Josephs, holte ihn Maximilian von Montgelas in den „Geistlichen Rat“, ein Gremium, das entgegen seinem Namen eigentlich der Vorbereitung der Säkularisation diente. Fronhofer wurde zum kurfürstlichen Hofsekretär ernannt und in die Bayerische Akademie der Wissenschaften aufgenommen, starb aber bereits zu Beginn der Montgelas’schen Reformen, deren Grundlagen im Schulbereich unter anderen von ihm gelegt wurden.
| Personendaten | |
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| NAME | Fronhofer, Ludwig |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Pädagoge und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 24. August 1746 |
| GEBURTSORT | Ingolstadt |
| STERBEDATUM | 9. November 1800 |
| STERBEORT | München |