Ludwig Mehler (* 7. März 1816 in Tirschenreuth; † 10. April 1872 in Regensburg) war ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher, Theologe und Gymnasiallehrer.
Mehler war Sohn eines Zeugmachers. Er absolvierte das Amberger Gymnasium und anschließend das Studium der Philosophie und Theologie am hochschulische Lyzeum Regensburg. Am 22. Juli 1840 wurde er in Regensburg zum Priester geweiht. Anschließend war er kurzzeitig Pfarrvikar in Hirschau. Allerdings wurde er vom Bistum schnell zum Lehramt bestimmt. Noch kurzzeitig wirkte er als Präfekt am Regensburger Priesterseminar, bevor er 1841 eine Stelle als Gymnasiallehrer am Regensburger Gymnasium erhielt.
Mehler wurde am 3. November 1859 zum Kanonikus am Kollegiatstift St. Johann in Regensburg ernannt. 1866 bekam er zudem das Amt des königlich bayerischen Kreisscholarchen übertragen. 1868 wählten ihn die Kanoniker seines Stifts zum Dechanten. Beide Ämter übte er bis zu seinem Tod aus. Am 24. Dezember 1871 wurde er schließlich durch Bischof Ignatius von Senestrey zum Geistlichen Rat ernannt.
Mehler war von 1848 bis 1850 Herausgeber der Wochenschrift Ambrosius, Wochenschrift für katholische Prediger, Katecheten und Religionslehrer. Anschließend gab er von 1851 bis zu seinem Tod die Monatsschrift Der Prediger und Katechet heraus. Er war Mitglied des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg.
Die Stadt Tirschenreuth, über die er Geschichte und Topographie der Stadt und Pfarrei Tirschenreuth veröffentlichte, brachte 1872 zu seinen Ehren eine Gedenktafel am Rathaus der Stadt an.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mehler, Ludwig |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher katholischer Geistlicher, Theologe und Gymnasiallehrer |
| GEBURTSDATUM | 7. März 1816 |
| GEBURTSORT | Tirschenreuth |
| STERBEDATUM | 10. April 1872 |
| STERBEORT | Regensburg |