Ludwig Arnold Mohler

Ludwig Arnold Mohler (* 16. Juli 1883 in Mannheim; † 25. Dezember 1943 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher katholischer Kirchenhistoriker.

Leben

Ludwig Mohler studierte von 1903 bis 1907 Theologie in Freiburg im Breisgau. 1907 wurde er zum Priester geweiht. Von 1907 bis 1910 war er Seelsorger in Meersburg und Karlsruhe. Von 1910 bis 1912 studierte er Philosophie in Freiburg im Breisgau und Heidelberg und wurde 1912 zum Dr. phil. promoviert. Ab 1910 war er Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Hercynia Freiburg im Breisgau. 1911 legte er das Religionslehrerexamen ab. Von 1912 bis 1915 war er Assistent am Historischen Institut der Görres-Gesellschaft in Rom. Im Ersten Weltkrieg war er von 1915 bis 1918 Feldgeistlicher. 1918 wurde er von der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg im Breisgau zum Dr. theol. promoviert, 1920 habilitierte er sich dort für Konziliengeschichte und Kirchengeschichte des Orients.

1920 wurde Mohler als nicht-beamteter Professor mit der Vertretung von Georg Schreiber, dem Ordinarius für Kirchengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster, betraut. 1924 wurde er zudem außerordentlicher Professor für Kirchengeschichte in Freiburg, jedoch von der Universität Freiburg aufgrund seiner Stelle in Münster ständig beurlaubt.

Mohler wurde am 1. Mai 1933 in die NSDAP aufgenommen, was unter katholischen Theologen ausgesprochen selten der Fall war. Er wirkte in Münster als Unterführer der Dozentenschaft. Seine Parteimitgliedschaft erwies sich auch, zumindest was die staatliche Seite anging, als förderlich für seine Karriere: 1935 wurde Mohler ordentlicher Professor für Kirchengeschichte, christliche Dogmengeschichte und Archäologie an der Universität Würzburg. 1937 wurde er ordentlicher Professor für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der LMU München. Nachdem die dortige Katholisch-Theologische Fakultät 1939 geschlossen worden war, wurde Mohler ordentlicher Professor für Kirchengeschichte an der Universität Freiburg. Von 1940 bis 1943 war er Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg.

Schriften (Auswahl)

Fußnoten

  1. 1 2 3 4 Ilka Wagner: Bestand C 0014: Nachlass Ludwig Mohler (Findbuch). Universitätsarchiv der Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg im Breisgau 1995, S. 3.
  2. ↑ Dominik Burkard, Wolfgang Weiß: Katholische Theologie im Nationalsozialismus. Band 1/1. Echter, Würzburg 2007, ISBN 978-3-429-02851-0, S. 295–298.
Personendaten
NAME Mohler, Ludwig Arnold
ALTERNATIVNAMEN Mohler, Ludwig
KURZBESCHREIBUNG deutscher Kirchenhistoriker
GEBURTSDATUM 16. Juli 1883
GEBURTSORT Mannheim
STERBEDATUM 25. Dezember 1943
STERBEORT Freiburg im Breisgau