
Luigi Amerio (* 15. August 1912 in Padua; † 28. September 2004 in Mailand) war ein italienischer Mathematiker und Elektroingenieur.
Amerio studierte Elektrotechnik am Polytechnikum Mailand und wurde dort 1935 promoviert. Parallel dazu studierte er Mathematik an der Universität Mailand. Dieses Studium schloss er 1936 mit einer Dissertation über die Laplace-Transformation ab. Seine Arbeit wurde von Guido Ascoli betreut. Anschließend wurde er Assistent in Mailand, bevor er nach Rom in die Arbeitsgruppe von Mauro Picone wechselte. 1947 wurde er zum ordentlichen Professor für Analysis an der Universität Genua ernannt. 1949 wechselte er an das Polytechnikum Mailand, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1987 ordentlicher Professor für die Anwendung mathematischer Methoden in den Ingenieurwissenschaften war.
In der ersten Phase seiner wissenschaftlichen Laufbahn beschäftigte er sich mit der Anwendung der Laplace-Transformation zur Lösung partieller Differentialgleichungen. Unter dem Einfluss von Picone widmete er sich in Rom Problemen der angewandten Analysis. Anfang der 1950er Jahre spielte er eine führende Rolle bei der Verbreitung der Distributionstheorie von Laurent Schwartz unter den italienischen Mathematikern. Seit Ende der 1950er Jahre entwickelte er die Theorie der fastperiodischen Funktionen weiter, speziell arbeitete er zu fastperiodischen Funktionen in Banachräumen.
1962 wurde er zum korrespondierenden und 1978 zum Vollmitglied der Accademia Nazionale dei Lincei gewählt. Seit 1960 war er Mitglied der Accademia delle Scienze di Torino und seit 1979 der Accademia Nazionale delle Scienze. Außerdem war er Mitglied des Istituto Lombardo Accademia di Scienze e Lettere und des Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Amerio, Luigi |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Mathematiker und Elektroingenieur |
| GEBURTSDATUM | 15. August 1912 |
| GEBURTSORT | Padua |
| STERBEDATUM | 28. September 2004 |
| STERBEORT | Mailand |