Luigi Capuana

Luigi Capuana

Luigi Capuana (* 28. März 1839 in Mineo; † 29. November 1915 in Catania) war ein italienischer Schriftsteller aus Sizilien. Er zählt zu den Hauptvertretern der italienischen Literaturströmung des Verismus.

Leben

Luigi Capuana wurde als Sohn eines wohlhabenden Landbesitzers geboren. Ab 1851 besuchte er das Collegio Capizzi in Bronte, wo er erste literarische Impulse erhielt, musste die Schule aber 1855 aufgrund seiner angegriffenen Gesundheit wieder abbrechen und bildete sich autodidaktisch weiter. Nach einem abgebrochenen Jurastudium ging er 1864 nach Florenz. 1868 kehrte er in seinen Heimatort Mineo zurück und wurde dort Bürgermeister. 1875 zog er nach Mailand und war als Literatur- und Theaterkritiker für den Corriere della Sera tätig. Von 1882 an lebte er abwechselnd in Rom und Catania. 1902 ließ er sich endgültig in Catania nieder und wurde Dozent an der Universität Catania. Mit seiner Haushälterin hatte er mehrere Kinder, die er jedoch nicht zu sich nahm, sondern in ein Waisenhaus gab.

Capuana verfasste zunächst Literatur- und Theaterkritiken und begann dann, selbst Novellen, Romane, Gedichte und Märchen in sizilianischer Sprache zu schreiben. Beeinflusst durch den Naturalismus und die Werke Émile Zolas prägte er, wie auch seine Zeitgenossen Giovanni Verga und Federico De Roberto, den Stil des Verismus.

Werke (Auswahl)

Verfilmungen

Literatur

Fußnoten

  1. ↑ Maike Albath: Wie stehen die Aktien der Tochter? Als Luigi Capuanas Roman „Giacinta“ 1879 erschien, war er ein Skandalerfolg. Jetzt ist die Abrechnung mit dem sizilianischen Bürgertum erstmals auch auf Deutsch zu lesen. In: Süddeutsche Zeitung vom 17. März 2017, S. 14.
Personendaten
NAME Capuana, Luigi
KURZBESCHREIBUNG Schriftsteller
GEBURTSDATUM 28. März 1839
GEBURTSORT Mineo
STERBEDATUM 29. November 1915
STERBEORT Catania