Luigi Fresco

Luigi „Gigi“ Fresco (* 4. April 1961 in Rovereto) ist ein italienischer Fußballtrainer, Sportfunktionär und Pädagoge. Er ist Präsident und – mit kurzen Unterbrechungen – Cheftrainer des italienischen Vereins Virtus Verona. Fresco gilt als einer der dienstältesten Trainer im Profifußball und wird aufgrund seiner außergewöhnlich langen Amtszeit häufig als „Ferguson von Italien“ bezeichnet.

Werdegang

Fresco schloss sich bereits im Kindesalter dem Amateurverein Virtus Verona an, bei dem er zunächst als Innenverteidiger sowie später als Jugendtrainer tätig war. 1982 wurde er im Alter von 21 Jahren sowohl zum Präsidenten als auch zum Cheftrainer der ersten Mannschaft ernannt. Zu diesem Zeitpunkt spielte der Verein in der Terza Categoria, der niedrigsten Spielklasse des italienischen Fußballs.

Unter Frescos Leitung entwickelte sich Virtus Verona von einem Amateurverein zu einem etablierten Klub im italienischen Ligensystem. Der Verein stieg schrittweise durch die unteren Ligen auf und erreichte 2006 erstmals die Serie D.

In der Saison 2012/13 qualifizierte sich Virtus Verona über die Play-offs der Serie D für den Profifußball und wurde in die Lega Pro Seconda Divisione aufgenommen. Damit spielte der Verein erstmals in seiner Geschichte auf professionellem Niveau; gleichzeitig war Verona damit die erste Stadt Italiens mit drei Profiklubs.

Nach einem zwischenzeitlichen Abstieg kehrte der Verein 2018 als Meister der Serie D in die Serie C zurück.

Am 5. März 2026 trat Fresco als Cheftrainer zurück; sein bisheriger Assistent Tommaso Chiecchi übernahm die Mannschaft. Bereits am 24. März 2026 kehrte Fresco nach nur 19 Tagen wieder auf die Trainerbank zurück.

Bedeutung

Fresco gilt als eine Ausnahmeerscheinung im modernen Fußball. Seine jahrzehntelange Tätigkeit als Trainer und Präsident in Personalunion ist im italienischen Fußball nahezu einzigartig. Unter seiner Leitung entwickelte sich Virtus Verona zudem zu einem Mehrspartenverein mit besonderem Fokus auf soziale Integration, insbesondere von Migranten und Geflüchteten im Raum Verona.

Persönliches

Fresco verfügt über einen Hochschulabschluss in Pädagogik und war neben seiner Tätigkeit im Fußball auch im Bildungsbereich tätig.

Erfolge

Als Trainer

Virtus Verona

Einzelnachweise

  1. ↑ Luigi Fresco, detto "Gigi", è il Sir Ferguson d'Italia. In: Pianeta Calcio. 28. Februar 2023, abgerufen am 24. November 2023 (italienisch).
  2. ↑ La squadra di quartiere che ha lo stesso allenatore da 41 anni. In: La Repubblica. 11. Mai 2023, abgerufen am 24. November 2023 (italienisch).
  3. 1 2 Virtus Verona torna in Serie C. In: ItaSportPress. 1. Mai 2018, abgerufen am 24. November 2023 (italienisch).
  4. ↑ Lega Pro, quattro club tagliati. In: Amaranto Magazine. 3. Juli 2013, abgerufen am 24. November 2023 (italienisch).
  5. ↑ Tre squadre professionistiche a Verona. In: Sky Sport. 3. Februar 2014, abgerufen am 24. November 2023 (italienisch).
  6. ↑ Svolta alla Virtus Verona. In: Tuttomercatoweb. 5. März 2026, abgerufen am 5. März 2026 (italienisch).
  7. ↑ Fresco torna in panchina. In: La Casa di C. 24. März 2026, abgerufen am 24. März 2026 (italienisch).
  8. ↑ Se Gigi Fresco non ci fosse, bisognerebbe inventarlo. In: Rivista Contrasti. 17. Juni 2020, abgerufen am 24. November 2023 (italienisch).
Personendaten
NAME Fresco, Luigi
ALTERNATIVNAMEN Fresco, Gigi (Spitzname)
KURZBESCHREIBUNG italienischer Fußballtrainer, Sportfunktionär und Pädagoge
GEBURTSDATUM 4. April 1961
GEBURTSORT Rovereto