Luigi Passerini

Luigi Passerini, Darstellung von 1861

Luigi Passerini oder Luigi Passerini Orsini de’ Rilli (* 31. Oktober 1816 in Florenz; † 13. Januar 1877 ebenda) war ein italienischer Historiker, Genealoge und Politiker.

Leben und Werk

Luigi Passerinis Vater Francesco hatte mehrere Ämter am Hof der Großherzöge der Toskana und der Königin von Etrurien bekleidet. Er selbst studierte Rechtswissenschaften an der Universität Pisa und übte danach in Florenz den Beruf eines Anwalts aus. 1845 wurde er bei der Archivverwaltung und der Adelsdeputation daselbst beschäftigt sowie 1856 einer der Direktoren des florentinischen Staatsarchivs. Auch politisch betätigte er sich und hatte 1848 mit 500 Toskanern am sardischen Unabhängigkeitskrieg gegen Österreich teilgenommen. 1861 wählte ihn das Tal Casentino zum Abgeordneten im italienischen Parlament, in welcher Funktion er drei Jahre verblieb. Dann zog er sich vom politischen Leben zurück und widmete sich wieder gelehrten Studien. 1871 wurde er zum Direktor der Nationalbibliothek von Florenz ernannt. Er starb am 13. Januar 1877 im Alter von 60 Jahren in Florenz.

Passerini verfasste zahlreiche Schriften zur Geschichte seiner Vaterstadt und deren berühmtester Familie wie z. B.:

Ferner beteiligte sich Passerini an der Fortsetzung von Pompeo Litta Biumis Famiglie celebri italiane und an der Herausgabe toskanischer Urkundenwerke. Gemeinsam mit Pietro Fanfani und Gaetano Milanesi publizierte er auch eine kritische Edition der Werke Machiavellis.

Mitgliedschaften

1841 wurde Passerini von Félix Édouard Guérin-Méneville als Mitglied Nummer 219 der Société Cuvierienne vorgestellt.

Werke (Auswahl)

Literatur

Commons: Luigi Passerini – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Société cuviérienne, S. 96.
Personendaten
NAME Passerini, Luigi
ALTERNATIVNAMEN Passerini Orsini de’ Rilli, Luigi
KURZBESCHREIBUNG italienischer Historiker, Genealoge und Politiker
GEBURTSDATUM 31. Oktober 1816
GEBURTSORT Florenz
STERBEDATUM 13. Januar 1877
STERBEORT Florenz