Luise Kloos (* 1. Juni1955 in Judenburg) ist eine österreichische bildende Künstlerin, Ausstellungsgestalterin und Kulturvermittlerin. Sie arbeitet in den Bereichen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Grafik, Installation, Performance und Kunstvermittlung. Kloos ist Gründerin des Grazer Kunstvereins „next – Verein für zeitgenössische Kunst“ und war an zahlreichen internationalen Projekten beteiligt. Ein zentrales Thema ihrer künstlerischen Arbeit ist die visuelle Auseinandersetzung mit Poesie, insbesondere mit den Gedichten von Christine Lavant.
Leben und Werk
Nach einem abgeschlossenen Studium der Pädagogik an der Karl-Franzens-Universität Graz sowie Studien an der TU Graz und der Akademie der bildenden Künste Wien gründete Luise Kloos 1995 den Verein next – Verein für zeitgenössische Kunst. Ihr künstlerischer Zugang ist interdisziplinär, wobei die Künstlerin ihre Arbeiten häufig aufgrund der sich ihr bietenden Räume oder Situationen entwickelt. Unter anderem realisierte sie 2003, unter großer internationaler Resonanz, im Yeshiva University Museum in New York eine Glasfaserinstallation. 2015 wurde sie nach Zagreb eingeladen, wo sie eine großräumige Installation zum Internationalen Holocaust-Gedenktag im Mestrović-Pavillon schuf.
Seit 2015 arbeitet Kloos intensiv an einer bildnerischen Umsetzung der Lyrik von Christine Lavant. Ihre visuelle Interpretation einzelner Gedichte mündete 2024 in der Publikation „ABER-SINN“ bei edition keiper, die acht Buchobjekte umfasst. Dazu fanden Ausstellungen in Millstatt (Kongresshaus und Alte Schule) statt.
Kunst und Kulturvermittlung
Kloos konzipiert und leitet seit vielen Jahren internationale Artist-in-Residence-Projekte, darunter Staring at the Sea (Irland) und MYTHOS ERZ (Vordernberg).
Seit 2015 betreut sie zudem das Erasmus+-Projekt „Artists for Art Education“, das kroatische Kunststudierende mit österreichischen Künstlern vernetzt.